Es droht Ärger

Strafzettel im Ausland: „Urlaubs-Tickets“ lieber nicht ignorieren

Wenn nach dem Auto-Urlaub ein Bußgeldbescheid aus dem Ausland im Briefkasten liegt, sollte man ihn besser bezahlen – sonst droht Ärger.

Eine Urlaubsfahrt ins Ausland sollte man auf jeden Fall gut vorbereiten – sonst kann man schnell eine böse Überraschung erleben und dadurch der Spaß an den Ferien vermiest werden. Gerade die Verkehrsregeln des Urlaubslandes – oder auch der Länder, die man auf dem Weg dorthin durchquert – sollte man sich genauer ansehen, sonst wird es schnell teuer. Wer im Ausland trotzdem ein Knöllchen für Falschparken oder ein Ticket für einen Tempoverstoß kassiert, sollte den Bußgeldbescheid besser nicht ignorieren – denn Strafen aus EU-Ländern können mittlerweile auch in Deutschland vollstreckt werden.

Strafzettel aus dem Ausland sollten Autofahrer besser nicht ignorieren. (Symbolbild)

Strafzettel im Ausland: „Urlaubs-Tickets“ besser nicht ignorieren

Der deutsche Bußgeldkatalog ist im Vergleich zu ausländischen Strafen teils ziemlich moderat – so werden laut ADAC beispielsweise in Frankreich bei einer Geschwindigkeitsübertretung um mehr als 20 km/h mindestens 135 Euro fällig, in Italien sogar mindestens 175 Euro. Und so eine Strafe sollte man auch zügig bezahlen, denn ab einem Betrag von 70 Euro werden Bußgeldbescheide aus dem EU-Ausland in Deutschland vollstreckt. Die einzige Ausnahme ist Österreich: Hier werden Bußgelder wegen eines speziellen Abkommens schon ab 25 Euro eingetrieben. Generell sollten Autofahrer im Nachbarland ihren Gasfuß zügeln, denn 2021 trat hier das sogenannte „Raserpaket“ in Kraft, das teils drakonische Strafen vorsieht,

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Strafzettel im Ausland: Auch Bußgelder aus Nicht-EU-Ländern besser bezahlen

Für die Eintreibung der ausländischen Bußgelder ist das Bundesamt für Justiz zuständig. Wichtig zu wissen: Bußgelder aus Nicht-EU-Ländern können in Deutschland nicht vollstreckt werden. Doch Vorsicht: Ob man den Strafzettel in so einem Fall nicht bezahlt, sollte man sich sehr gut überlegen. Denn bei der nächsten Reise in dasselbe Land kann mächtig Ärger drohen – die Strafen verjähren teils erst nach mehreren Jahren. Und man muss auch nicht zwangsweise mit dem Auto einreisen – selbst bei einer Passkontrolle am Flughafen können säumige Verkehrssünder auffliegen.

Unbekannte Verkehrszeichen: Kennen Sie die Bedeutung von allen Schildern?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
Abbiegepfeil für Autofahrer
Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer.  ©  Malte Christians/dpa (Archivbild)
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen
Speedmarathon in Baden-Württemberg
Temposünder und Falschparker müssen davon abgesehen seit 9. November 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen vor: Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt 70 Euro statt wie früher 35 Euro. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet das Parken in zweiter Reihe nun 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. © Uwe Anspach/dpa (Archivbild/Symbolbild)

Was viele auch nicht wissen: In einigen Ländern kann sich ein schnelles Bezahlen der Strafe lohnen – denn dort (beispielsweise in Spanien) gibt es in so einem Fall einen Rabatt von bis zu 50 Prozent, wenn man innerhalb einer bestimmten Frist die Summe begleicht.

Rubriklistenbild: © Hans Lucas/Imago

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