Selbst schuld am Stau?

Autofahrer scheuen das Reißverschlussverfahren

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Wenn auf der Autobahn nichts mehr geht, sind meistens die anderen Schuld.

Eigentlich funktioniert das Reißverschlussverfahren nach einem einfachen Muster. Und obwohl es das Prinzip seit über 40 Jahren gibt, sind die meisten Autofahrer damit überfordert.  

Fällt eine Fahrspur auf einer mehrspurigen Autobahn weg, bildet sich ruck, zuck ein kilometerlanger Stau. Schuld daran sind oft die Autofahrer selbst, wissen Automobilclubs und Verkehrsexperten. Denn schon lange vor der Engstelle wechseln viele Autofahrer die Fahrspur. Ein grober Fehler!

Während die einen den Kavalier der Straße geben, nutzen andere die Spur, um ein paar Meter voranzukommen. Und schon ist es passiert: Der Verkehr stockt und am Ende stehen alle Räder still.

Dabei regelt § 7 StVO Absatz 4 Situation, wie sich Autofahrer bei Verengung der Fahrbahn zu verhalten haben und wann das Reißverschlussprinzip zu beachten ist.

Demnach sollen Autofahrer erst unmittelbar vor der Engstelle auf die freie Spur wechseln und auf dem durchgehenden Fahrstreifen einordnen.

Ist das Vorfahren unfair?

Wer sich schon mehrere hundert Meter vor dem Ende des Fahrstreifens einfädelt, verschenkt Platz und kann, laut ACE, im schlechtesten Fall sogar einen Stau verursachen oder verlängern.

Häufig weisen deshalb Schilder mit der Aufschrift wie "Reißverschluss erst in 200 Metern" darauf hin, dass der Fahrbahnwechsel auch erst dann erfolgen sollte.

Ist es erlaubt, eine Lücke zu erzwingen?

Gerade im Stau kochen die Emotionen schnell hoch. Doch es ist nicht erlaubt sein "Vorfahrtsrecht" zu erzwingen, noch andere am Spurwechsel zu hindern, warnt der ACE. 

Reißverschlussverfahren gilt nicht immer

Doch Vorsicht: Das Reißverschlussverfahren gilt nur beim Wegfall einer Fahrspur - nicht jedoch auf den Beschleunigungsstreifen von Autobahnen. Wer auf die Autobahn auffährt, ist stets wartepflichtig und muss unbedingt die Vorfahrt gewähren.

ml

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