Bußgeld vermeiden

Parkscheibe richtig einstellen: Welche drei Punkte wichtig sind

Wer mit Parkscheibe parkt, sollte wissen, wie man sie richtig einstellt. Anderenfalls droht ein Bußgeld. Drei Punkte sind beim Einstellen wichtig.

Es gibt sie aus Plastik und Papier. Manchmal kann man sie im Winter sogar dazu verwenden, um das Eis von der Windschutzscheibe zu entfernen. Gemeint ist natürlich die Parkscheibe. Doch so vielfältig sie einsetzbar ist, so viele Fehler können Autofahrern bei ihrer Verwendung unterlaufen. Wer jedoch auf einige Dinge achtet, kommt ohne Bußgeld davon.

Die Parkscheibe korrekt einzustellen, ist für manchen Autofahrer gar nicht so einfach.

Parkscheibe richtig einstellen: Drei Punkte müssen Sie beachten 

Eine Frage, die sich Autofahrer dabei immer wieder aufs neue stellen, ist: Wie stelle ich die Parkscheibe richtig ein? Insbesondere wenn man kurz nach der vollen oder halben Stunde parkt, kann diese Frage zu Verunsicherungen führen. Dabei ist es denkbar einfach: Sie wird immer auf die nächste halbe Stunde nach der Ankunft eingestellt. 

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Wer also um 17:31 Uhr parkt, stellt die Parkscheibe auf 18 Uhr ein. „Alles andere ist falsch und kann ein Verwarnungsgeld zwischen 20 und 40 Euro nach sich ziehen“, betont der ADAC auf seiner Homepage. Beginnt die Parkscheibenpflicht jedoch erst später, so muss diese Uhrzeit angeben werden. Zudem muss die Parkscheibe so platziert werden, dass sie von außen gut lesbar ist.

Parkscheibe richtig einstellen: Weiterdrehen ist verboten

Doch was ist, wenn man doch länger parken muss, als es das Schild erlaubt. Darf man dann die Parkscheibe einfach weiterdrehen? Nein, das Weiterdrehen nach Ende der erlaubten Parkzeit ist verboten. Hier reicht es auch nicht aus, einfach vor- und zurückzufahren. Wer länger parken möchte, muss einen neuen Parkvorgang einleiten.

„Eine Verlängerung der Parkzeit ist zum Beispiel möglich, indem Sie mit Ihrem Auto einmal um den Block fahren. Ist der Platz dann noch frei, gehört er Ihnen“, betont der ADAC. Wer die erlaubte Parkdauer um bis zu 30 Minuten überschreitet, muss mit einer Geldstrafe von 20 Euro rechnen. Nach einer Stunde steigt die Strafe auf 25 Euro. Bei bis zu zwei Stunden drohen 30 Euro Strafe und bei mehr als drei Stunden sogar 40 Euro.

Parkscheibe richtig einstellen: Farbe und Größe sind vorgegeben

Übrigens droht auch eine Geldbuße, wenn die Parkscheibe nicht blau-weiß ist. Diese Farbgebung ist ebenso vorgeschrieben wie die Größe: elf Zentimeter breit und 15 Zentimeter hoch. Weicht sie von den Vorgaben ab, wird eine Strafe von 20 Euro fällig. Eine Petition für bunte Parkscheiben scheiterte.

Eine rosa Parkscheibe ist nicht erlaubt.

Erlaubt ist indes die Nutzung einer elektronischen Parkscheibe. Allerdings nur dann, wenn sie eine Typengenehmigung hat. Besonders praktisch: Sobald der Motor ausgeschaltet wird, muss ein Bewegungsmelder automatisch den Beginn der Parkzeit einstellen. Die Uhrzeit darf sich danach aber nicht mehr verändern. Wie die klassische Parkscheibe muss auch die elektronische Version blau-weiß sein. Neben dem weißen P muss über dem Display „Ankunftszeit“ stehen.

Rubriklistenbild: © Joko/Imago

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