Kurz vor ersten Auslieferungen

Tesla Semi besteht Härtetest: Elektro-Lkw fährt 800 Kilometer am Stück

Mit dem Semi bringt Tesla im Dezember seinen ersten Elektro-Lkw auf den Markt. Bei einer Testfahrt schaffte der vollbeladene Lastwagen eine Reichweite von 800 Kilometern.

Auf den deutschen Straßen sind täglich Tausende Lkw unterwegs. Noch werden diese von Dieselmotoren angetrieben, doch wie auch beim Auto stehen die Zeichen auf Veränderung. Künftig sollen auch die Lastwagen rein elektrisch oder mit Wasserstoff-Brennstoffzellen unterwegs sein. Auch Tesla mischt mit dem Semi eifrig mit und überzeugt – wie so oft – mit einer großen Reichweite.

Bei einer Testfahrt legte der voll beladene Elektro-Lkw eine Strecke von 500 Meilen (rund 800 Kilometer) zurück – und das ohne Stopp, um die Batterien aufzuladen, wie Elon Musk auf Twitter verkündete. Das sind 300 Kilometer mehr als die Konkurrenz von Volvo, Nikola und Frightliner bislang bewältigt hat. Auch der eActros von Mercedes bringt es auf 500 Kilometer. Mit einem elektrifizierten Auflieger sind bis zu 800 Kilometer drin.

Tesla Semi besteht Härtetest: Elektro-Lkw fährt 800 Kilometer am Stück

Bei einer Testfahrt kurz vor dem Marktstart legte der Tesla Semi mit einer Akkuladung 800 Kilometer zurück.

Für Tesla sind das gute Nachrichten, nachdem der Elektro-Lkw erst kürzlich bei einer Testfahrt liegen geblieben war. Der Zeitpunkt dieser Ankündigung ist etwas überraschend, da der Semi im Dezember an die ersten Kunden ausgeliefert werden soll. Allerdings hatte Tesla auf Basis anderer Testfahrten bereits hochgerechnet, dass eine Reichweite von 800 Kilometern möglich ist, wie Electrek berichtet.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am Weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Doch warum ist die Marke von 800 Kilometern so wichtig? Ganz einfach: Um diese Strecke zurückzulegen, braucht es in der Regel acht Stunden. So lange dürfen Lkw-Fahrer in den USA am Stück fahren, ehe sie eine Pause von 30 Minuten machen müssen. Somit würde der Ladevorgang keinen Zeitverlust bedeuten.

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Tesla Semi: Elektro-Lkw startet mit Verspätung

Die Markteinführung des Semi feiert Tesla am 1. Dezember mit einem Event. Ganz im Zeitplan ist der Elektro-Lkw jedoch nicht – genauso wie der Cybertruck. Ursprünglich sollte er bereits 2017 auf den Markt kommen, dann 2019. Doch weitere Verzögerungen sorgten schließlich dafür, dass es bis in den Dezember 2022 dauerte. Einen Dämpfer gibt es jedoch: Der Semi darf nicht in allen Ländern verkauft werden.

Rubriklistenbild: © Zuma Wire/Imago

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