Die richtige Wahl?

Ganzjahresreifen: Praktische Lösung – aber nicht für jeden geeignet

Zweimal im Jahr steht der Reifenwechsel an – viele Autofahrer sind davon genervt. Doch: Sind Ganzjahresreifen eine brauchbare Alternative?

Im Herbst steht der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen an – viele Autofahrer schieben das gerne auf die lange Bank. Die Folge: Beim ersten Wintereinbruch wird es schwer, in der Werkstatt einen Termin zum Reifenwechsel zu bekommen – weil noch viele andere dieselbe Idee haben. Alternativ kann man die Pneus natürlich auch selber tauschen – sollte dabei aber einiges beachten. Schon aus Gründen der Zeitersparnis erscheinen Ganzjahresreifen also als gute Alternative. Und aktuell – in Zeiten stark steigender Preise – spielt auch der Kostenfaktor eine immer größere Rolle.

Ganzjahresreifen: Sie ersparen den Wechsel – sind aber nicht für jeden geeignet

Die weltweit gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport schlagen sich auch auf die Preise für Winterreifen durch. Laut einer Analyse des Vergleichsportals Check24 lagen bei den 100 meistverkauften Winterreifen-Typen im August 2022 die Preise im Schnitt um 20,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. In Zeiten knapper Kassen überlegen daher viele Autofahrer, ob sich beim anstehenden Neukauf die Anschaffung von Ganzjahresreifen rentiert. Diese sind auch teurer geworden (plus 15,5 %), man spart sich aber die Kosten für den saisonalen Wechsel sowie für einen zweiten Satz Reifen und gegebenenfalls die Lagergebühr des zweiten Reifensatzes beim Reifenhändler oder in der Werkstatt. 

Wer viel im Schnee unterwegs ist, sollte auf jeden Fall zu richtigen Winterreifen greifen. (Symbolbild)

Ganzjahresreifen: In schneereichen Gegenden sind Winterreifen die bessere Wahl

Anders als die jeweiligen Reifen für Sommer und Winter müssen Ganzjahresreifen sowohl mit kalten als auch warmen jahreszeitlichen Bedingungen klarkommen. Ihr Einsatzgebiet umspannt daher Kälte mit Schnee und Glatteis, aber auch hohe Temperaturen. Sie müssen auf trockenen und nassen Straßen bei Kälte und Hitze ordentliche Performance abliefern. Im Vergleich zu den saisonalen Spezialisten sind sie jedoch ein Kompromiss. Wer in schneearmen Gegenden lebt, generell wenig fährt oder das Auto bei Winterwetter stehen lässt, kommt mit Ganzjahresreifen gut zurecht. Ist man allerdings regelmäßig in schneereichen Gegenden unterwegs, sind jedoch Winterreifen die bessere Wahl.

Kontrollampen und Warnleuchten im Auto: Was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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Ganzjahresreifen: Beim Kauf auf das Schneeflocken-Symbol achten

Beim Kauf eines Ganzjahresreifens sollte man darauf achten, dass der Pneu das Schneeflocken-Symbol auf der Flanke trägt. Es besagt, dass es sich bei diesem Reifen um einen zertifizierten Winterreifen handelt. Orientierung bietet auch das EU-Reifenlabel, das Aufschluss über Umweltverträglichkeit, Geräuschkulisse und Kraftstoffeffizienz gibt. 

Egal, für welchen Reifen man sich entscheidet: Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle des Reifenluftdrucks. Am besten erfolgt sie etwa an jedem zweiten Tankstopp, mindestens einmal pro Monat. Der vom Autohersteller empfohlene Luftdruck steht meistens im Tankdeckel, im Einstieg der Fahrertür oder in der Bedienungsanleitung des Autos. Ein korrekter Luftdruck ist zum einen bedeutsam für die Sicherheit. Nur dann kann ein Reifen die bestmögliche Haftung auf die Straße und gute Bremseigenschaften bringen. Zum anderen hilft er, Sprit zu sparen. Ist etwa der Luftdruck zu niedrig, hat dies negative Auswirkungen auf den Verbrauch. Zu wenig Luft verursacht zudem ein schwammiges und unberechenbares Fahrerhalten und kann für Reifenschäden sorgen. (MIt Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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