Gerichtsurteil

Anschuldigungen gegen Tesla – Chinesischer Kunde muss Strafe zahlen

Nach einem Gerichtsurteil muss ein Tesla-Kunde in China sich bei dem Autobauer entschuldigen und eine Geldstrafe zahlen. Er hatte in den Medien den Hersteller scharf angegriffen.

Kaum ein Unternehmenschef ist derart umstritten wie Elon Musk, der gerade erst Twitter gekauft und ein dort riesiges Chaos verursacht hat. Und wohl kaum eine Automarke ist derart umstritten wie Tesla – speziell der „Autopilot“. Erst kürzlich fiel ein Model Y damit im Test von TV-Journalisten komplett durch. Auch die Beta-Tests mit der sogenannten „Full Self-Driving“-Ausbaustufe (FSD) werden scharf kritisiert. Welche Probleme die Fahrzeuge in der Realität haben, zeigte kürzlich ein YouTuber auf verschneiten Straßen. Nun aber hat Tesla in China offenbar einen Prozess gegen einen meckernden Kunden gewonnen – er musste sich entschuldigen und eine Strafe zahlen.

Anschuldigungen gegen Tesla – Chinesischer Kunde muss Strafe zahlen

Wie cnevpost.com berichtet, hatte das Tesla Model X des Chinesen auf einer Fahrt offenbar völlig ohne Grund von 100 auf 60 km/h abgebremst – zumindest hatte der Mann das behauptet. Daraufhin hatte der Tesla-Fahrer mehreren chinesischen Medien Interviews gegeben, in denen er unter anderem erklärte, dass die Tesla-Bremsen versagt und sich sein Auto in ein Selbstmordspielzeug verwandelt habe – und er eine Rückzahlung und eine Entschädigung fordere.

Ein chinesischer Kunde musste sich nach seinen Anschuldigungen bei Tesla nach einem Gerichtsurteil entschuldigen. (Symbolbild)

Nach Anschuldigungen: Chinesischer Tesla-Kunde muss sich entschuldigen

Außerdem habe ihn nach der Fehlfunktion niemand von Tesla kontaktiert. Der Autobauer, der inzwischen auch Tequilagläser im Angebot hat, jedoch legte während des Prozesses Beweise vor, die das Gegenteil bezeugen konnten. Tesla hatte offenbar sogar mehrfach eine Reparatur angeboten, die der Kunde aber ablehnte. Das Gericht verurteilte den Chinesen daraufhin zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Yuan (umgerechnet rund 1.360 Euro, Stand Ende November 2022). Außerdem wurde er dazu aufgefordert, sich öffentlich in einer Lokalzeitung bei Tesla für seine Behauptungen zu entschuldigen.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Chinesischer Tesla-Kunde muss sich entschuldigen – vor einiger Zeit gab es bereits einen ähnlichen Fall

Ein ähnliches Urteil hatte es laut dem Portal bereits vor einem Jahr gegeben: Dabei hatte ein Tesla-Besitzer nach der Kollision mit mehr als einem Dutzend Autos behauptet, ein Bremsversagen seines Stromers habe den Mega-Crash verursacht. Der Mann wurde zu 50.000 Yen Geldstrafe (rund 6.800 Euro) verurteilt und musste sich ebenfalls öffentlich entschuldigen. Im Mai 2022 gab er auf einem chinesischen Social-Media-Portal zu, die Vorwürfe erfunden zu haben.

Rubriklistenbild: © ChinaImages/Imago

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