Neues Urteil

Benzinkosten für Dienstwagen können absetzbar sein

Düsseldorf - Das Finanzgericht Düsseldorf hat entschieden, dass ein Arbeitnehmer selbst gezahlte Benzinkosten als Werbungskosten absetzen darf.

Nutzen Arbeitnehmer einen Firmenwagen, übernimmt der Arbeitgeber häufig die laufenden Kosten. Die Arbeitnehmer müssen deshalb für die private Nutzung des Autos und für die Fahrten zur ersten Arbeitsstelle Steuern zahlen, erklärt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin. Wenn der Nutzungswert pauschal ermittelt wird, ändert sich daran auch dann nichts, wenn Arbeitnehmer ihre Kraftstoffkosten selbst tragen.

Das Finanzgericht Düsseldorf hat aber jetzt entschieden, dass ein Arbeitnehmer selbst gezahlte Benzinkosten als Werbungskosten absetzen darf, erklärt der NVL. Das gilt nach Ansicht der Richter unabhängig davon, ob die Nutzung des Firmenwagens nach der Ein-Prozent-Methode oder per Fahrtenbuch abgerechnet wurde (Az.: 12 K 1073/14 E).

Noch ist diese Frage aber nicht abschließend geklärt. Der Bundesfinanzhof (BFH) wird in letzter Instanz entscheiden. Betroffene können aber unter Berufung auf das Aktenzeichen des BFH Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen (Az.: VI R 2/15).

dpa

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