Verdi drängt auf Tarifverhandlungen für Kaufhof-Beschäftigte

+
Der deutsche Handelsriese Metro verkauft Kaufhof für rund 2,8 Milliarden Euro an den kanadischen Handelskonzern Hudson's Bay (Toronto). Foto: Paul Zinken/Archiv

Düsseldorf (dpa) - Nach dem Zuschlag für den Handelskonzern Hudson's Bay bei der Übernahme der Warenhauskette Kaufhof will die Gewerkschaft Verdi zügig die Verhandlungen über einen Tarifvertrag starten.

Es habe bereits erste Kontakte mit dem kanadischen Unternehmen gegeben, ein Gesprächstermin sei jedoch noch nicht vereinbart worden, sagte ein Verdi-Sprecher am Dienstag in Berlin.

Die Gewerkschaft pocht auf rechtsverbindliche Verträge zur Standort- und Beschäftigungssicherung für die rund 21 500 Kaufhof-Mitarbeiter. Verdi fordert neben der Tarifbindung die Zusage, dass in den nächsten fünf Jahren keine Häuser geschlossen werden und die Mitbestimmungsstruktur erhalten bleibt. Auch sollen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Ausgenommen seien die Häuser, deren Aus bereits eingeleitet wurde.

Der Kaufhof-Käufer hat dagegen nach Angaben eines Unternehmenssprechers bislang lediglich eine Standort- und Beschäftigungsgarantie von drei Jahren in Aussicht gestellt.

Kommentare

Meistgelesen

Waffenschmiede Heckler & Koch ändert ihre Geschäftsstrategie
Waffenschmiede Heckler & Koch ändert ihre Geschäftsstrategie
Der „Thermomix“ ist ein Milliardengeschäft
Der „Thermomix“ ist ein Milliardengeschäft
1000 Ex-Opelaner von Arbeitslosigkeit bedroht
1000 Ex-Opelaner von Arbeitslosigkeit bedroht
Dr. Oetker trennt sich vom Reederei-Geschäft
Dr. Oetker trennt sich vom Reederei-Geschäft
VW-Vorstände zahlten Reisekosten zurück
VW-Vorstände zahlten Reisekosten zurück