83 Briefzentren sollen Arbeit niederlegen

Streiks bei Deutscher Post gehen weiter

Bonn/Berlin - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post macht Verdi mit einer Ausweitung von Warnstreiks weiteren Druck auf den Arbeitgeber. Ab Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch seien die Beschäftigten in allen 83 Briefzentren aufgerufen worden, ihre Arbeit niederzulegen.

Das teilte Verdi mit. Durch den bundesweiten Ausstand in der Postbearbeitung werde es bei der Zustellung deutschlandweit zu Verzögerungen kommen. Streiks gebe es außerdem in anderen Bereichen wie dem Fahrdienst und der Großkundenannahme. In den kommenden Tagen würden die Streikmaßnahmen fortgesetzt, hieß es.

Verdi fordert für die 140.000 Mitarbeiter eine Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. In der vierten Verhandlungsrunde hatte das Management ein Angebot vorgelegt, das Verdi aber strikt ablehnte. Daraufhin wurden die Verhandlungen abgebrochen. Hintergrund ist die Gründung von 49 Gesellschaften in der Paketzustellung, die Verdi für unzulässig hält. Als Entschädigung dafür fordert sie kürzere Arbeitszeiten.

dpa

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