Schaeffler zahlt Entschädigung

Bekommt Beinahe-Chef elf Millionen für nichts?

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Herzogenaurach - Kurzfristig hatte sich der Autozulieferer Schaeffler gegen Klaus Deller als neuen Chef entschieden. Laut dem „Manager Magazin“ kommt das dem Konzern jetzt teuer zu stehen.

Der Autozulieferer Schaeffler zahlt seinem Beinahe-Chef Klaus Deller nach Informationen des Fachblattes elf Millionen Euro als Entschädigung. Die Summe entspreche grob den garantierten Bezügen, die Deller aus seinem dreijährigen Vertrag zugestanden hätten. Ein Sprecher des Herzogenauracher Unternehmens wollte diese Angaben am Donnerstag nicht kommentieren. Mit dem Vorgang Vertraute bestätigten aber die Größenordnung.

Bei der Belegschaft kommt die Summe nicht gut an. „Keine Sekunde geschafft und elf Millionen bekommen, das empfindet man hier als gierig“, berichteten Insider. Deller habe hart verhandelt und seine Karten ausgespielt.

Klaus Rosenfeld ist der neue Schaeffler-Chef.

Das Familienunternehmen hatte Deller vom Autozulieferer Knorr-Bremse abgeworben. Wenige Wochen vor seinem ersten Arbeitstag am 1. Juli beschlossen Maria-Elisabeth und Sohn Georg Schaeffler aber überraschend, Interimschef und Finanzvorstand Klaus Rosenfeld die Geschäfte dauerhaft führen zu lassen. Daraufhin wurde der Vertrag mit Deller aufgelöst.

dpa

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