Lkw-Maut auf Lastwagen ab 7,5 Tonnen ausgeweitet

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Die Auswertung der LKW-Maut für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen ist in Kraft getreten. Foto: Jens Büttner

Berlin (dpa) - Speditionen, aber auch Handwerker und andere Betriebe müssen von diesem Donnerstag an für viele kleinere Lastwagen die Lkw-Maut zahlen.

Bisher waren auf Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen alle Lkw mautpflichtig, die mit Anhänger mindestens zwölf Tonnen wiegen. Zum 1. Oktober sinkt diese Grenze auf 7,5 Tonnen. Der Betreiber Toll Collect rechnet damit, dass durch die Ausweitung etwa 250 000 Fahrzeuge im In- und Ausland hinzukommen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gab um Mitternacht in der Berliner Zentrale von Toll Collect den Startschuss. "Die Einnahmen aus der Lkw-Maut fließen dauerhaft und zweckgebunden in unsere Straßeninfrastruktur", sagte er. 2014 waren das rund 4,5 Milliarden Euro. Die Einbeziehung weiterer 1100 Kilometer Bundesstraße zum 1. Juli und die jetzige Ausweitung sollen 380 Millionen Euro extra im Jahr bringen.

Mit der Umstellung werden auch die Mautsätze angepasst, die sich an der Achszahl und Umweltverträglichkeit des Fahrzeugs orientieren, nicht aber am Gewicht. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert, das sei ungerecht und habe nichts mehr mit dem Straßenverschleiß zu tun. Ein 30-Tonner bezahle genauso viel wie ein 7,5-Tonner mit Anhänger, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist nicht in Ordnung."

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