Lenovo streicht Jobs nach schwachem Quartal

+
Lenovo wurde unter anderem vom weiterhin schrumpfenden PC-Markt gebremst, erklärte Konzernchef Yuanqing Yang. Foto: Diego Aubel

Peking (dpa) - Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo setzt nach einem Gewinneinbruch einen Stellenabbau in Gang. Außerhalb der Produktion sollen 3200 Arbeitsplätze gestrichen werden, das sind etwa fünf Prozent der Belegschaft.

Im vergangenen Vierteljahr halbierte sich der Gewinn im Jahresvergleich auf 105 Millionen Dollar, wie das chinesische Konzern mitteilte. Der Umsatz in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal wuchs um drei Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Das war weniger als von Analysten erwartet.

Lenovo wurde in dem Quartal unter anderem vom weiterhin schrumpfenden PC-Markt gebremst, erklärte Konzernchef Yuanqing Yang. Zugleich schlug sich der Branchenführer noch besser als die Konkurrenz und konnte den Marktanteil auf 20,6 ausbauen, einen Bestwert.

Im Smartphone-Geschäft bringt die milliardenschwere Übernahme des US-Anbieters Motorola bisher nicht den erhofften Effekt. Der Konzern verkaufte insgesamt 16,2 Millionen Computer-Handys. Das war ein Plus von 2,3 Prozent im Jahresvergleich. Der Lenovo-Marktanteil schrumpfte dabei von 5,2 auf 4,7 Prozent. Die Mobilgeräte-Sparte fuhr einen operativen Verlust von 292 Millionen Dollar ein. Die Arbeitsplätze sollen nun vor allem bei der Integration von Motorola und der hauseigenen Smartphone-Sparte gestrichen werden.

Lenovo zum Geschäft im vergangenen Quartal

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Diese Millionen-Metropolen wollen Diesel-Autos verbannen
Diese Millionen-Metropolen wollen Diesel-Autos verbannen
Waffenschmiede Heckler & Koch ändert ihre Geschäftsstrategie
Waffenschmiede Heckler & Koch ändert ihre Geschäftsstrategie
Streik bei Lufthansa: Worum geht es wirklich?
Streik bei Lufthansa: Worum geht es wirklich?
Der „Thermomix“ ist ein Milliardengeschäft
Der „Thermomix“ ist ein Milliardengeschäft
VW-Spitze erklärt Belegschaft "Zukunftspakt"
VW-Spitze erklärt Belegschaft "Zukunftspakt"