EZB berät über Anti-Krisen-Kurs

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Hell erleuchtet ist der Neubau der EZB in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Start ihres billionenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen beraten Europas Währungshüter über ihren weiteren Kurs.

Dabei dürfte der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) auch das im März begonnene Kaufprogramm bewerten. EZB-Präsident Mario Draghi hatte die Maßnahme als Schlüssel für die Erholung der Wirtschaft für den Anstieg der Inflation bezeichnet. Zum 10. April hatte die EZB bereits Staatsanleihen im Wert von 61,7 Milliarden Euro erworben.

Zuletzt überraschten die Wirtschaftsindikatoren für den Euroraum positiv, die Kreditvergabe an Unternehmen erholte sich weiter und der Preisrückgang schwächte sich ab. "Die Konjunktur bessert sich also weiter im Einklang mit der Erwartung der EZB", kommentierte Commerzbank-Experte Michael Schubert.

Experten erwarten, dass Draghi Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe zurückweisen wird. Die Diskussionen hatte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch ausgelöst. In einem Interview der "Börsen-Zeitung" sagte Mersch: "Wenn wir sehen würden, dass uns dieser Weg schneller an unser Ziel bringt, sind wir natürlich durch unsere Entscheidungen nicht derart festgelegt, dass wir ihn nicht anpassen könnten."

Weitere Zinsschritte oder andere Maßnahmen gegen den schwachen Preisauftrieb sind nach Meinung von Experten unwahrscheinlich.

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