Start am Dienstag

Vor WTO-Konferenz: Entwicklungsorganisationen kritisieren EU und USA

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Aktivisten, hier in Indonesien, demonstrieren gegen die WTO.

Nairobi - Internationale Entwicklungsorganisationen haben dem Westen vorgeworfen, ein gerechtes weltweites Freihandelsabkommen zu verhindern. In der kenianischen Hauptstadt beginnt an diesem Dienstag die 10. Welthandelskonferenz.

Die EU und die USA seien nicht bereit, Versprechen im Rahmen der Doha-Entwicklungsrunde einzulösen, kritisierte die Organisation Oxfam am Montag in Nairobi. Die USA und andere Industrieländer könnten die Beratungen der 162 Staaten umfassenden Welthandelsorganisation (WTO) nutzen, „um die Doha-Entwicklungsrunde für gescheitert zu erklären“, sagte Sven Hilbig, Welthandels-Referent der Hilfsorganisation Brot für die Welt. Die Doha-Runde war 2001 mit dem Ziel gestartet worden, Ungleichheiten in WTO-Abkommen zu korrigieren und Entwicklungsländer zu fördern. Der Westen blockiere jedoch entwicklungsfreundliche Handelsregeln, erklärte Marita Wiggerthale, Agrarexpertin von Oxfam Deutschland.

Die USA fordern eine Neuausrichtung der Doha-Verhandlungen. Große Schwellenländer dürften nicht mehr auf Sonderkonditionen pochen wie sie einst im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung armer Staaten gewährt worden waren. Vor allem Indien und China weisen dies zurück und Bestehen auf Erfüllung der Doha-Versprechen. WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo erklärte im Vorfeld der Konferenz, die bis zum 18. Dezember dauert, die Chancen für eine Kompromisslösung seien gering.

dpa

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