Deutscher Aktienmarkt leidet weiter unter Konjunktursorgen

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Ein Börsenhändler spiegelt sich im Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main - Die Stimmung an der Börse bleibt trübe. Immer neue Nachrichten aus China schüren die Sorge vor einem Wirtschaftsknick. Belastend hinzu kommt das Dauerthema Griechenland.

Die Sorgen um den ins Stottern geratenen Wachstumsmotor China haben den Dax auch am Freitag belastet.

Angesichts positiver Konjunkturdaten aus Europa fiel das Minus aber nicht ganz so hoch aus wie an den beiden vorangegangenen Tagen. Der deutsche Leitindex fiel am frühen Nachmittag um 1,31 Prozent auf 10 295,79 Punkte, nachdem er am Morgen noch um rund 2 Prozent abgesackt war.

Die Verluste hielten sich in Grenzen, weil sich im August die Unternehmensstimmung im Euroraum überraschend verbessert hatte. Auf Wochensicht deutet sich beim deutschen Leitindex allerdings immer noch ein Abschlag von mehr als 6 Prozent an. Dies wäre der höchste prozentuale Verlust seit September 2011.

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel am Freitag um 1,02 Prozent auf 19 680,71 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,77 Prozent auf 1655,83 Punkte ein. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Abschlag von 1,27 Prozent.

Verstärkt wurden die Sorgen um die Weltwirtschaft am Freitag durch Daten zur Stimmung in der chinesischen Industrie, die im August auf den tiefsten Stand seit März 2009 fiel. Probleme bereiten den Unternehmen neben steigenden Lohnkosten auch die schwächelnde Nachfrage aus dem Ausland nach chinesischen Waren.

Für Unruhe unter den Anlegern sorgt auch das Dauerbrenner-Thema Griechenland. Der Expertin Jennifer McKeown vom Analysehaus Capital Economics zufolge verdeutlichen die im September anstehenden Neuwahlen die Risiken für eine Umsetzung der Reform- und Sparmaßnahmen, zu denen sich Griechenland im Gegenzug für weitere Milliardenhilfen verpflichtet hat.

Unter den Einzelwerten hierzulande stiegen die Aktien von Adidas an der Dax-Spitze um rund ein halbes Prozent, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Verkaufsempfehlung für die Papiere des Sportartikelherstellers gestrichen hatte. Am Dax-Ende hingegen büßten die Anteilsscheine der Lufthansa 3,70 Prozent ein. Hier hatte Goldman Sachs zum Verkauf geraten.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,44 Prozent am Vortag auf 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 139,45 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,14 Prozent auf 155,47 Zähler nach. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1281 (Donnerstag: 1,1183) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8865 (0,8942) Euro.

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