Arbeitgeber dringen auf Ende des starren Acht-Stunden-Tags

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Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth will die Arbeitszeitgesetze lockern um mehr Flexibilität zu schaffen - für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Foto: Daniel Maurer

Sheena Easton sang im Hit "Morning Train": "Er arbeitet von neun bis fünf." Der Acht-Stunden-Tag ist jedoch oft nicht mehr die Realität. Die Arbeitgeber wollen die Arbeitszeitgesetze deshalb ändern.

Berlin/Stuttgart (dpa) - Die Arbeitgeber wollen mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. "Der starre Acht-Stunden-Tag passt (...) nicht mehr ins digitale Zeitalter, wir wollen mehr Beweglichkeit", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands BDA, Ingo Kramer, der "Rheinischen Post".

"Es kann sein, dass jemand an einem Tag zwölf Stunden arbeitet und am nächsten nur vier Stunden." Er wies aber zurück, dass die Firmen damit Mehrarbeit verlangen wollten: "Das stimmt nicht. Wir wollen ja die Wochenarbeitszeit nicht ausweiten."

Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth hält eine Lockerung der Arbeitszeitgesetze ebenfalls für notwendig. "Ich will keine Schutzfunktion aufheben", sagte Porth der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wir müssen die Regeln flexibilisieren und den heutigen Arbeitsgewohnheiten anpassen." Es sei in Ordnung zu sagen, man soll nicht länger als zehn Stunden pro Tag arbeiten. "Aber es muss doch nicht im Block sein." Die Menschen bräuchten mehr Flexibilität - zum Beispiel für die Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger. "Es kann aber nicht sein, dass das alles von den Unternehmen aufgefangen werden muss."

Arbeitgeberpräsident Kramer hatte bereits vor einigen Monaten gefordert, das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen, um mehr Spielräume zu schaffen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lehnt das ab.

Daimler zu Anspruch als Arbeitgeber

BDA-Position

Interview BDA-Präsident "Rheinische Post"

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