Schwacher Euro, hohe Nachfrage: BMW wächst kräftig

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Das BMW-Logo vor dem Verwaltungsgebäude des Konzerns in München. Foto: Sven Hoppe

Es ist der letzte Quartalsbericht von BMW-Chef Norbert Reithofer - und er verabschiedet sich mit einem zuletzt gewohnten Bild: Bestwerte in praktisch allen Punkten.

München (dpa) - Der Autobauer BMW eilt von Rekord zu Rekord. Im ersten Quartal legte der Audi- und Daimler-Konkurrent bei Absatz, Umsatz und operativem Gewinn kräftig zu.

Neben einer hohen Nachfrage und einem starken Wachstum in den wichtigsten Regionen wie China, Westeuropa und den USA profitierten die Münchner auch vom schwachen Euro. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten des Jahres um 15 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Vor Zinsen und Steuern stieg der Gewinn um ein Fünftel auf 2,52 Milliarden Euro.

Wegen Kosten aus der Absicherung gegen Preisschwankungen beim Einkauf von Rohstoffen fiel der Anstieg beim Überschuss allerdings weniger stark aus. Unter dem Strich blieben im ersten Quartal mit 1,52 Milliarden Euro vier Prozent mehr als vor einem Jahr übrig. Der scheidende Vorstandschef Norbert Reithofer bestätigte die Konzernprognose für das laufende Jahr. Demnach sollen Auslieferungen und Ergebnis solide auf neue Bestmarken steigen - es wäre das sechste Rekordjahr in Folge.

Für das Kerngeschäft - dem Verkauf von Autos - ist Reithofer sogar etwas optimistischer als zuletzt. Wegen des schwachen Euro soll der Umsatz hier jetzt deutlich steigen. Bislang hatte BMW einen soliden - sprich einen mittleren bis hohen einstelligen - Anstieg in Aussicht gestellt. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz der Sparte um 14,1 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Neben den positiven Folgen des schwachen Euro, durch den der umgerechnete Umsatz in Ländern wie den USA höher ausfällt, erwartet Reithofer Rückenwind durch neue Modelle.

"Wir sind gut ins neue Jahr gestartet", sagte Reithofer, der das Zepter bei der Hauptversammlung in der kommenden Woche an den bisherigen Produktionsvorstand Harald Krüger weiterreicht. BMW profitiere davon, nicht zu abhängig von einer Region zu sein. So könnten die Probleme in Russland und die erwartete Abschwächung der Wachstumsdynamik in China durch ein starkes Geschäft in den USA und Westeuropa ausgeglichen werden.

An der Börse wurden die Zahlen und der Ausblick positiv aufgenommen. Die Aktie, die sich in den vergangenen Jahren ohnehin stark entwickelt hat, gewann in der Spitze bis zu zwei Prozent. DZ-Bank-Experte Michael Punzet lobte vor allem die starke Entwicklung des operativen Gewinns im Automobilbereich. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Sparte zog um 13,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro an.

Die Profitabilität der Sparte blieb daher überraschend stabil: BMW verdiente vor Zinsen und Steuern 9,50 Euro je 100 Euro Umsatz. Hier hatten Experten wegen der Kosten unter anderem für den Anlauf einer neuen Produktionsplattform mit einem Rückgang gerechnet. Die Münchener liegen damit in puncto Gewinnmarge weiter auf dem Niveau der Erzrivalen Audi und Daimler. Beim Absatz von Premiumautos wollen die Münchener auch in diesem Jahr trotz eines zuletzt rasanten Wachstums der Daimler-Marke Mercedes-Benz die Nase vorne behalten.

Pressemitteilung

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