Bericht:

60 Milliarden: EZB genehmigt Athen Notfallkredite

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Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis (re.) am 4. Februar auf dem Weg zu senem Besuch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main.

Berlin - Die Finanzierung der griechischen Banken ist laut einem Pressebericht trotz des eingeschränkten Zugangs zu Mitteln der Europäischen Zentralbank (EZB) gesichert.

Der EZB-Rat habe der griechischen Notenbank einen großen Spielraum für Notfallkredite eingeräumt, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ (Freitag) unter Berufung auf Notenbankreise. Nach dem Beschluss von Mittwochabend dürfe die nationale Zentralbank Liquiditätshilfen bis zu einer Höhe von rund 60 Milliarden Euro vergeben. Ein EZB-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Griechische Banken können nur noch beschränkt auf EZB-Mittel zugreifen

Der EZB-Rat hatte am Mittwochabend beschlossen, griechische Staatsanleihen nicht länger als Sicherheiten für Kredite des Euro-Systems zu akzeptieren. Damit haben die Banken des Landes nur noch eingeschränkten Zugang zu den EZB-Mitteln, da sie in der Regel nur begrenzt über andere Sicherheiten verfügen, die den Rating-Anforderungen der EZB genügen. Die nationale Notenbank kann jedoch Notfallkredite vergeben, sogenannte Emergency Liquidity Assistance (ELA). Dabei hat der EZB-Rat wiederum ein Veto-Recht.

Ende Dezember hatten sich die griechischen Banken rund 56 Milliarden Euro beim Euro-System geliehen. Der nun deutlich erweiterte Rahmen für ELA-Kredite reicht demnach aus, die bisherigen Kredite des Euro-Systems praktisch vollständig durch Notfallliquidität der nationalen Zentralbank abzulösen.

dpa

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