Bauern fordern Stopp der Niedrigpreise

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Gegen Schleuderpreise für Lebensmittel sind in ganz Deutschland Landwirte auf die Straße gegangen. Foto: Stefan Sauer

Berlin (dpa) - In vielen deutschen Städten haben Bauern gegen Niedrigpreise für Lebensmittel protestiert. Die deutschen Landwirte appellieren an Verbraucher und Supermärkte, den Trend zu stoppen.

"Derzeit kommt beim Bauern immer weniger an, so dass zahlreiche Betriebe um ihre Existenz bangen müssen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied zu einem bundesweiten Aktionstag in Berlin. Ein höherer Anteil am Ladenpreis etwa für Milch sei nötig. Dafür könnten Molkereien gemeinsam ein stärkeres Gegengewicht bilden, um mit Handelsketten auf Augenhöhe über die Preise zu verhandeln. Angesichts stark gesunkener Weltmarktpreise auch für Schweinefleisch und Getreide sind die Einkommen vieler Höfe drastisch eingebrochen.

Bundesweit gab es Proteste von Landwirten. In Dresden etwa fuhren sie mit Traktoren durch die Innenstadt. Auch in Schwerin und Stralsund demonstrierten Bauern für höhere Erzeugerpreise. "Wir wollen nicht jammern, sondern den Menschen erklären, was von dem Geld, das sie bezahlen, für uns Bauern übrig bleibt", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Bauernpräsident Rainer Tietböhl. In Mainz verschenkten Landwirte aus Protest gegen das Preistief Milch, Eier und Äpfel an Passanten.

Ankündigung Aktionstag

Bauernverband zur Branchenkonjunktur

Bundesagrarministerium zu Preisen

Pressemitteilung Lebensmittelhandel

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