Bauern fordern erneut Nothilfen wegen Preisverfalls

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Schweine im Schlachthaus: Angesichts des Preisverfalls für Fleischwaren, fordern deutsche Bauern von der EU Nothilfen. Foto: Jeon Heon-Kyun

Berlin (dpa) - Die deutschen Bauern fordern angesichts des Preisverfalls bei Fleisch und Milch erneut Hilfen von der Europäischen Union (EU).

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), Joachim Rukwied, verlangt in der aktuellen Ausgabe des "Focus" konkrete Beschlüsse für ein Unterstützungsprogramm von Brüssel, um die Folgen des Russland-Embargos und der konjunkturelle Schwäche in anderen wichtigen Exportländern abzumildern. Der Preisverfall hatte jüngst etwa in Frankreich zu teils heftigen Protesten geführt.

Die EU-Agrarminister beraten am 7. September bei einem Sondertreffen über die Lage der Landwirtschaft. Rukwied bekräftigte die Forderung des DBV nach einer Exportoffensive für Agrarprodukte und Hilfszahlungen an Bauern. Dafür sollten die Zusatzeinnahmen aus der sogenannten Milchquoten-Superabgabe der EU genutzt werden.

Vor wenigen Tagen hatte der BDV den Schaden für die deutschen Milchbauern auf 600 bis 800 Millionen Euro binnen eines Jahres beziffert. So seien die deutschen Milchexporte nach Russland seit August 2014 von 125 auf 8 Millionen Euro gesunken, die Ausfuhren von Fleisch und Fleischwaren von 175 auf 5 Millionen Euro und die von Obst und Gemüse von 7 Millionen auf 50 000 Euro.

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