Aer Lingus hübscht sich für Hochzeit mit British Airways auf

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Für Aer Lingus, mehrheitlich im Besitz des Konkurrenten Ryanair sowie des irischen Staates, liegt ein Übernahmeangebot von IAG vor. Foto: Aidan Crawley

Dublin (dpa) - Die irische Fluglinie Aer Lingus hat sich im letzten Jahr unter der Führung ihres deutschen Vorstandschefs Christoph Müller für eine mögliche Fusion mit der Airline-Holding IAG fit gemacht.

Der operative Gewinn legte im Kalenderjahr 2014 um 17,8 Prozent auf 72 Millionen Euro zu. Mit 11,08 Millionen Fluggästen seien soviele Passagiere transportiert worden wie noch nie zuvor bei Aer Lingus, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Wegen Einmaleffekten auf der Kostenseite stand unter dem Strich dennoch ein Verlust von mehr als 95 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 9,2 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro.

Für Aer Lingus, mehrheitlich im Besitz des Konkurrenten Ryanair sowie des irischen Staates, liegt ein Übernahmeangebot von IAG vor - Muttergesellschaft der Fluggesellschaften Iberia und British Airways. Während die Aktionäre zögern, befürworten Vorstand und Aufsichtsrat die Fusion. Aufsichtsratschef Colm Barrington bekräftigte diese Haltung am Dienstag.

Vorstandschef Müller, der nach sechs Jahren im Amt zur angeschlagenen Malaysia Airlines wechselt, begründete den Aufwärtstrend vor allem mit Erfolgen auf der Langstrecke. "Unsere Kostenvorteile auf der Langstrecke und unsere geografische Lage haben dazu beigetragen, dass Dublin zum siebtgrößten europäischen Hub für Transatlantik-Flüge wurde", sagte er. Allein auf den langen Verbindungen habe es einen Passagierzuwachs von mehr als 20 Prozent gegeben.

Geschäftsbericht Aer Lingus

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