Abgas-Skandal:

VW muss in Südkorea über 125.000 Autos zurückrufen

Seoul - VW muss in Südkorea wegen des Vorwurfs manipulierter Abgaswerte mehr als 125 000 Autos in die Werkstätten rufen.

Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi seit dem vergangenen Monat belegte das Umweltministerium in Seoul den deutschen Autobauer außerdem mit einer Geldstrafe von 14,1 Milliarden Won (11,6 Millionen Euro). Die Tests hätten ergeben, dass VW die Abgaswerte bei Fahrzeugen mit Dieselmotoren geschönt habe, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Volkswagen Korea muss demnach bis zum 6. Januar einen konkreten Rückrufplan für 125 522 Diesel-Fahrzeuge vorlegen. Betroffen sind Autos mit EA-189-Motoren, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden, einschließlich des in Südkorea populären Tiguan.

Nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei VW hatte Südkorea auch Sonderuntersuchungen bei den VW-Modellen Jetta, Golf und Beetle sowie des Audi A3 durchgeführt. Volkswagen hatte eingeräumt, mit Hilfe einer Software Abgastests manipuliert zu haben. Für den Umbau der weltweit bis zu 11 Millionen betroffenen EA-189-Motoren legte VW nach eigenen Angaben 6,7 Milliarden Euro zurück.

Südkorea will die verschärften Untersuchungen auch auf andere Hersteller ausweiten und Diesel-Modelle von 16 Autobauern unter die Lupe nehmen.

dpa

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