Moderator hört nach 11 Jahren auf

Doppelpass: Wontorra übergibt an Ex-Bayern-Star

+
Jörg Wontorra hängt seinen Job als Doppelpass-Moderator nach rund 11 Jahren an den Nagel.

München - Schluss. Aus. Vorbei! Jörg Wontorra wird 2015 seinen Job als Doppelpass-Moderator nach rund 11 Jahren an den Nagel hängen. Sein Nachfolger steht schon fest. Es ist ein ehemaliger Bayern-Star.

Jörg Wontorra sehnt sich mit 65 Jahren nach freien Wochenenden - ohne Arbeit. Deshalb hört er 2015 als Doppelpass-Moderator auf. Das erzählte Wontorra der "Bild"-Zeitung. "Der 'Doppelpass' wird mir immer am Herzen liegen. Aber irgendwann hat man Sehnsucht nach einem normalen Lebensrhythmus. Ich habe rund 11 Jahre lang fast jedes Wochenende gearbeitet. Da ist es nun ein guter Zeitpunkt, um das mal zu ändern", sagte der TV-Star dem Blatt. Wie es sich für den Moderator einer Fußball-Talk-Show gehört, hängt Wontorra den Job erst zum Ende der laufenden Bundesliga-Saison an den Nagel.

Der ehemalige Nationalspieler und FC-Bayern-Star Thomas Helmer übernimmt die Kult-Sendung.

Sport1-Geschäftsführer Olaf Schröder (43) kommentierte den Verlust mit warmen Worten: "Jörg Wontorra hat den 'Doppelpass' geprägt und weiterentwickelt. Er ist und bleibt ein hochgeschätzter Ansprechpartner und Ratgeber." Sorgen um die Sendung müssen sich Fans jedenfalls nicht machen, denn der Nachfolger von Jörg Wontorra steht bereits fest. Den Doppelpass wird künftig der ehemalige Nationalspieler und Ex-Bayern-Star Thomas Helmer moderieren. Der 49-Jährige ist Doppelpass-Zuschauern bereits ein Begriff, weil er schon öfters für seinen älteren Kollegen eingesprungen war.

Jörg Wontorra:

  • arbeitet seit 1972 als Sportjournalist
  • 1983 - 1992 Moderator der ARD-Sportschau
  • bis 2001 Moderator von "ran"
  • 2004 Kommentator der Champions League
  • 1992 - 2002 "Bitte melde dich!" und "Schreinemakers"
  • 2004 bis 2015 "Doppelpass"
  • Jörg Wontorra war bei zehn Olympischen Spielen und acht Fußball-Weltmeisterschaften im Einsatz

Obwohl Jörg Wontorra etwas mehr zur Ruhe kommen will, werden ihn seine Fans nicht ganz missen müssen. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer Pläne habe. Fernsehen ist gut, aber die sogenannten ,Neuen Medien‘ sind die Zukunft. Und da gibt es schon eine konkrete Idee", verriet er der "Bild". Wir dürfen also gespannt sein.

pie

Kommentare

Meistgelesen

ARD erklärt: Warum die Freiburg-News nicht in der Tagesschau kam
ARD erklärt: Warum die Freiburg-News nicht in der Tagesschau kam
Beim Jahresrückblick: Darum lispelte Günther Jauch
Beim Jahresrückblick: Darum lispelte Günther Jauch
Investoren-Quartett bleibt „Höhle der Löwen“ erhalten
Investoren-Quartett bleibt „Höhle der Löwen“ erhalten
Fall Freiburg: „Tagesschau“-Chefredakteur erläutert Verzicht
Fall Freiburg: „Tagesschau“-Chefredakteur erläutert Verzicht
„Ein Herz für Kinder“-Gala sammelt mehr als 18 Millionen Euro
„Ein Herz für Kinder“-Gala sammelt mehr als 18 Millionen Euro