Neue Staffel

Millionärsjagd geht in die zweite Runde

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Drei Männer stehen vor 18 Frauen, Szenenfoto aus der ProSieben-Show "Catch the Millionaire".

Berlin - Die große Balzerei im Fernsehen nimmt kein Ende. Nach dem „Bachelor“ und der „Bachelorette“ bei RTL schickt ProSieben einen Millionär auf Köder-Kurs. Los geht's am 4. September.

Männer jagen Frauen, Frauen sind auch hinter Männern her. Das historische Wechselspiel treibt Filmemacher und Showerfinder seit Jahren herum. Nach dem „Bachelor“ und dem weiblichen Gegenstück „Bachelorette“, in dem ein Junggeselle und eine Junggesellin sich auf RTL coram publico einen Partner vor der Kamera suchten, folgt nun die ProSieben-Version des Schmetterlinge-im-Bauch-Fernsehens. Die fünfteilige Show „Catch the Millionaire“ schart von diesem Donnerstag (20.15 Uhr) an 18 paarungswillige Damen um drei Männer.

Während bei RTL die Shows nach dem sehr simplen Ausscheidungsprinzip funktionieren, hat ProSieben für seinen Wettbewerb, der in Anlehnung an die rund zehn Jahre alte Show „Joe Millionaire“ des US-Senders Fox konzipiert ist, eine zusätzliche Variante ins Spiel gebracht. Nur einer der drei Kandidaten ist in Wirklichkeit reich, die anderen erwecken nur den Anschein. Verlieben ist dennoch nicht ausgeschlossen. Zum Schluss haben die Damen die Möglichkeit, sich zwischen der Liebe und einem Geldbetrag zu entscheiden.

Wer sind denn nun die Herren, um die es geht? Viel lässt ProSieben über seine Galionsfiguren nicht heraus. Mit Peter (31) aus Leipzig, Marcel (30) aus Hannover und Paul (31) aus Hamburg reiste die ProSieben-Kamera-Karawane in die Toskana, um die Show aufzuzeichnen, zum zweiten Mal übrigens: Im vergangenen Jahr präsentierten sich Dennis und seine Ex-Pornodarstellerin Anastasia zwar als Siegerpaar, doch emotionale und körperliche Nähe ließen sie danach im ProSieben-Glitzermagazin „red!“ nicht aufkommen. „Wir sind nicht so die Anfasser“, gestand Dennis vor dem Mikrofon.

Doch die Zeit frisst die schlechte Stimmung weg. Ein Jahr später sind solche Szenen wieder vergessen. Es werde „alles viel emotionaler“, verspricht eine Sendersprecherin. Die jungen heiratswilligen und möglicherweise auch geldgierigen Damen stehen in den Startlöchern, lechzen nach der Chance ihres Lebens und ProSieben heizt die Stimmung an. „Ich bin schon ein wenig aufgeregt, die Männer kennenzulernen“, zitiert ProSieben die 34-jährige Europasekretärin Sabine. „So eine Art Vorfreude, wie an Weihnachten.“ Sehr zielstrebig reiste auch die 20-jährige Jenni, Kosmetikerin aus Hilden, gen Italien: „Wir sind hier, um die Männer kennenzulernen, und nicht, um Freundschaften zu schließen.“

Und zu einer guten Fernsehshow gehört auch ein vernünftiger Zickenkrieg. Das Säbelwetzen gehört auch zum PR-Paket des Münchner Privatsenders im Vorfeld der Ausstrahlung: „Ich denke schon, dass ich mich von den anderen abhebe“, tönt Jenni. „Natürlich vom Gesamtpaket - nicht nur vom Äußeren.“ Und die 26-jährige Physiotherapeutin Lisa aus Regensburg provoziert ihre Nebenbuhlerinnen: „Ich finde, dass mein Charakter nicht so künstlich ist. Bei mir beißen die Männer schon an, aber meistens wollen sie nur das eine. Nicht dass das schlimm wär', aber man will ja auch mal gemeinsam kochen.“

Kleine neckische Einlagen tragen gestaltend zur Sendung bei, damit die Strecken zwischen den Werbepausen inhaltlich gefüllt werden: Paul, Marcel und Peter laden jeweils eine Kandidatin zu einem „Spontandate“ ein, kündigt ProSieben an. Paul soll mit seiner Auserwählten Shoppen gehen, Peter habe eine Massage organisiert und Marcel die Picknickdecke reich gedeckt. Am Abend der ersten Folge steigt „La dolce vita Party“. Dramatisch: Sie endet laut ProSieben in einem Tränenmeer.

dpa

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