"Ein Augenblick Liebe": Wenn Amor trifft

Eine stimmungsvolle Ausgabe von "La boum" für die Generation 40 plus: „Ein Augenblick Liebe“ ist frisch und stimmungsvoll.

Die erfolgreiche Autorin Elsa (Sophie Marceau) und der ebenso erfolgreiche Jurist Pierre (François Cluzet) lernen sich auf einer Buchmesse kennen. Es funkt sofort zwischen ihnen. Aber aus Rücksicht auf die glückliche Ehe Pierres und seinen Sohn verbieten sich der verheiratete Mann und die alleinerziehende Mutter dreier halbwüchsiger Kinder weiteren Kontakt. Dann treffen sie sich zufällig immer wieder.

Sehr originell verpackt die französische Filmemacherin Lisa Azuelos die Wünsche und Träume ihrer zwei exzellenten Hauptdarsteller in Bilder (Kamera: Alain Duplantier), die das erotische Knistern geschickt einfangen. Die üblichen Stilmittel der Romanze setzt Azuelos fantasievoll ein und erfindet das Genre dadurch zwar nicht neu, sorgt aber für Frische und Abwechslung. Da lässt sich sogar der häufige Einsatz von Wasser verschmerzen: Immer wenn es zu Herzen gehen soll, regnet es oder spritzt es von irgendwoher. Das wirkt dann weniger gefühlig als einfach nur lächerlich. Von solchen kleinen Peinlichkeiten und einigen inhaltlichen Ungereimtheiten abgesehen ist „Ein Augenblick Liebe“ aber eine elegant gefilmte, stimmungsvolle Ausgabe von „La boum“ für die Generation 40 plus, die wie Elsa und Pierre beziehungstechnisch manchmal mehr Lebenserfahrung angehäuft hat, als ihr lieb ist.

Ulrike Frick

Rubriklistenbild: © Roger Do Minh/Pathe Distribution/Alamode Film/dpa

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