Sehne durchtrennt

Ski-WM für Miller nach Horror-Verletzung vorbei

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Bode Miller stürzte bei der Ski-WM so schwer, dass ihm eine Sehne im Knie durchtrennt wurde.

Vail - Für Publikumsliebling Bode Miller ist die alpine Ski-WM 2015 in Vail und Beaver Creek beendet. Bei seinem Sturz im Super-G hat sich der 37-Jährige eine Sehne des rechten Knies durchtrennt.

Für US-Skistar Bode Miller ist die Heim-WM wegen einer im Super-G erlittenen Verletzung vorzeitig beendet. Der 37-Jährige wurde nach Angaben des US-Skiverbands bereits am Donnerstag (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Vail operiert. Der viermalige Weltmeister war auf der Raubvogel-Piste in Beaver Creek an einem Tor hängen geblieben, in der Luft gedreht worden und hart auf den Rücken gekracht. Ein Ski schlitzte ihm dabei unterhalb der Kniekehle die Wade auf. Dadurch wurde eine Sehne des Knies durchtrennt (siehe auch Foto unten).

Miller wurde noch am Donnerstag vor Ort operiert. „Ich fühle mich glücklich, es hätte schlimmer kommen können“, twitterte Miller nach dem womöglich letzten großen Rennen seiner Karriere mit einem Grinsen und erhobenem Daumen vom Krankenbett der Klinik in Vail aus.

Miller (37) war bei seinem ersten Renneinsatz seit März 2014 rund eine Minute lang gut unterwegs gewesen. Dann, als ihn die Zuschauer erstmals vom Ziel aus sehen konnten, blieb er mit dem linken Arm an einer Torstange hängen, wurde herumgeschleudert, ausgehoben und durch die Luft gewirbelt. Miller knallte nach einer Drehung in der Luft auf den erst im November operierten Rücken, danach löste sich erst der eine, dann der andere Ski und der Amerikaner rutschte die Piste hinab.

Möglich, dass es die letzte Großveranstaltung für Bode Miller war

Zunächst hatte Miller ins Publikum gewunken, als sei nichts gewesen, dann rappelte er sich selbstständig auf. Im Zielraum war dann unter seinem zerschnittenen Rennanzug eine klaffende Wunde erkennbar, die quer über die Wade ging. Gut sechseinhalb Stunden nach dem Sturz teile der US-Skiverband dann offiziell mit: Für Miller sind die Wettkämpfe beendet. Gut möglich, dass es auch die letzte Großveranstaltung für den Olmpiasieger von 2010 (Kombination) und vierfachen Weltmeister war.

„Das ist eine riesige Enttäuschung, vor allem für ihn persönlich. Eine wirklich große Enttäuschung“, sagte US-Herren-Chefcoach Sasha Rearick der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Mannschaftsführersitzung in Beaver Creek. „Im Team haben wir aber auch andere Jungs, die gut gefahren sind, als Bode nicht dabei war. Wir müssen nach vorne schauen und einen Weg finden, das Beste aus der Situation zu machen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Abfahrt und der Kombination auch so gut abschneiden werden.“

dpa/sid

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