Neuseeland trauert

Schock: Rugby-Legende Lomu stirbt mit 40 Jahren

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Jonah Lomu wurde nur 40 Jahre alt.

Auckland - Der Neuseeländer Jonah Lomu war der ungekrönte König des Rugby und gilt als erster globaler Superstar seiner Sportart. Am Mittwoch starb er überraschend im Alter von nur 40 Jahren.

Seine Gegenspieler schüttelte Jonah Lomu einst reihenweise ab wie lästige Fliegen, doch gegen seine Krankheit war der womöglich beste Rugby-Spieler der Geschichte machtlos. Bereits Ende 1995 war bei dem Neuseeländer ein seltenes Nierenleiden (Nephrotisches Syndrom) diagnostiziert worden. Am frühen Mittwochmorgen verstarb der legendärste All Black aller Zeiten im Alter von nur 40 Jahren an plötzlichem Herzstillstand.

„Mit großer Trauer muss ich verkünden, dass mein gelieber Ehemann Jonah Lomu in der Nacht gestorben ist. Wie sich jeder vorstellen kann, ist dies ein schrecklicher Verlust für unsere Familie“, teilte Lomus Ehefrau Nadene mit. Das Paar hat zwei kleine Söhne im Alter von fünf und sechs Jahren.

Neuseeland verliert in Lomu einen seiner wenigen großen Nationalhelden. „Wir sind zutiefst getroffen von seinem unerwarteten Tod. Die Gedanken des gesamten Landes sind bei seiner Familie“, sagte der neuseeländische Premierminister John Key. Rugby-Verbandschef Steve Tew erklärte: „Wir sind alle geschockt und sehr traurig über diesen plötzlichen Tod. Jonah war eine Legende unseres Sports und wurde von den Fans in der Heimat und der ganzen Welt geliebt.“

Als Spieler war Lomu eine Naturgewalt. 1,96 m groß, in seinen besten Jahren 120 Kilo schwer und trotzdem in der Lage, die 100 m in 10,8 Sekunden zurückzulegen. Bei der Weltmeisterschaft 1995 in Südafrika ging der Stern des Modellathleten auf. Lomu wurde zum ersten globalen Superstar seiner Sportart, bestritt 63 Länderspiele für die All Blacks und legte dabei 37 Versuche.

Ein WM-Titel war dem Ausnahmekönner allerdings nie vergönnt. Lomu blieb der ungekrönte König des Rugby-Sports. Bereits 2002, im Alter von 27 Jahren, musste er dann aufgrund seiner Nierenerkrankung aus der Nationalmannschaft zurücktreten, spielte anschließend nur noch auf Amateurniveau. Seinem Sport blieb Lomu jedoch auch nach seiner aktiven Karriere als Botschafter verbunden.

Im Oktober erst hatte die Rugby-Ikone die Weltmeisterschaft in England und Wales besucht. Bei einem Werbeevent im Londoner Covent Garden tanzte Lomu in stürmischer Manier noch einmal den berühmten Haka, verfolgte anschließend im Stadion wie sich die All Blacks als erste Mannschaft ihren dritten WM-Titel sicherten. Am frühen Mittwochmorgen, unmittelbar nach seiner Rückkehr, verstarb er in seinem Haus in Auckland im Kreise seiner Familie.

SID

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