Herausforderer spuckt große Töne

Klitschko-Gegner Fury tönt: "Du bist nichts"

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Der Engländer Tyson Fury (L) kämpft im Oktober gegen Wladimir Klitschko.

Düsseldorf - Wladimir Klitschkos kommender Gegner Tyson Fury hat den Schwergewichts-Weltmeister mit großen Worten auf den WM-Kampf im Oktober in Düsseldorf eingestimmt.

„Du bist langweilig, du bist alt, du bist nichts“, sagte der 26-jährige Engländer am Dienstag auf der offiziellen Pressekonferenz: „Ganz Europa will dich verlieren sehen, und du wirst verlieren. Die Geschichte lügt nicht, alte Champions verlieren gegen die Jungen.“

Der 39-Jährige Klitschko habe „nie einen Herausforderer wie mich“ gehabt, „ich bin einzigartig, einen Kämpfer wie mich gibt es alle 1000 Jahre. Ich bin wahnsinnig gefährlich. Ich muss dem alternden Champion danken, dass er sich mir stellt.“

Klitschko selbst ließ sich in Düsseldorf mit Blick auf den Kampf am 24. Oktober davon kaum beeindrucken. „Ich glaube, Tyson Fury erzählt keine Witze“, sagte der Mehrfach-Champion: „Er ist ein guter Entertainer, aber jetzt meint er, was er sagt. Er kommt hierher, um Weltmeister zu werden.“

Der Fight gegen den Pflichtherausforderer werde „ein großer Abend für die Boxfans in aller Welt. Zwei große Männer Boxen um Anerkennung und Respekt.“

Kurz zuvor hatten Klitschkos Management und RTL bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Weltmeister und dem Kölner TV-Sender für mindestens fünf Kämpfe fortgesetzt wird.

Der Ukrainer wir gegen Fury seine WM-Gürtel der WBO, WBA und IBF verteidigen. 2016 soll zudem der Vereinigungskampf gegen den neuen WBC-Weltmeister Deontay Wilder (USA) stattfinden.

Klitscko verlängert mit TV-Sender RTL

Die Kämpfe von Wladimir Klitschko werden auch weiterhin vom privaten TV-Sender RTL übertragen. Das Management des Dreifach-Champions aus der Ukraine und RTL verständigten sich auf eine Verlängerung der seit 2006 bestehenden Zusammenarbeit um weitere fünf Duelle. „Wir sind extrem glücklich, dass es in die nächste Runde geht“, sagte RTL-Geschäftsführer Frank Hoffmann. Nach Angaben des Senders wurden die bislang 18 Übertragen von Klitschkos Kämpfen durchschnittlich von 8,94 Millionen Zuschauern verfolgt. Dies entspreche einem Marktanteil von durchschnittlich 48,3 Prozent.

SID/dpa

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