Jubiläum

THW Kiel zum 20. Mal deutscher Meister

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THW Kiels Kapitän Filip Jicha reckt die Meisterschale in die Höhe. Foto: Axel Heimken

Kiel - Der THW Kiel hat zum 20. Mal die deutsche Handball-Meisterschaft gewonnen. Am letzten Spieltag der Saison mit erstmals 19 Teams gab es einen Erfolg gegen den TBV Lemgo - und anschließend eine große Party. Zweiter werden erneut die Rhein-Neckar Löwen.

Auf die Plätze, Party, los! Hüpfend und tanzend starteten die Spieler des THW Kiel in ihre 20. Meister-Fete. Zwei Tage nach dem vorentscheidenden 28:26 bei der TSV Hannover-Burgdorf machte der Rekordmeister durch einen 33:29 (18:12)-Erfolg gegen den TBV Lemgo den Jubiläumstitel perfekt.

Liga-Präsident Uwe Schwenker überreichte im Sektregen um 21.40 Uhr die Meister-Schale an Kapitän Filip Jicha. Anschließend feierten die Spieler um den fünffachen Torschützen Marko Vujin mit den mehr als 10 000 Fans ausgelassen und wollten später zur großen Party-Nacht auf dem Rathausplatz aufbrechen.

"Das war eine schwierige Saison. Und wir hatten einen tollen Zweikampf mit den Rhein-Neckar Löwen", sagte THW-Trainer Alfred Gislason im Interview beim TV-Sender Sport1, während er eine üppige Bierdusche über sich ergehen lassen musste.

Verfolger Rhein-Neckar Löwen musste wie in der vorigen Saison mit Platz zwei vorliebnehmen. Angeführt vom neunfachen Torschützen Uwe Gensheimer gewannen die Mannheimer beim Vierten SC Magdeburg mit 32:27 (17:15). Dritter wurde die SG Flensburg-Handewitt, die bei EHF-Pokalsieger Füchse Berlin mit 32:29 (13:15) gewann.

In dem Spiel gab Holger Glandorf knapp sieben Monate nach seinem Achillessehnenriss sein Comeback und warf in der 45. Minute sein erstes Bundesliga-Tor seit Dezember 2014.

Während sich Kiel, die Löwen und Flensburg für die Champions League qualifizierten, spielen Magdeburg, Frisch Auf Göppingen und Titelverteidiger Berlin im EHF-Pokal.

Absteiger in die 2. Bundesliga sind nach der ersten Saison mit 19 Teams die SG BBM Bietigheim, die TSG Friesenheim, der HC Erlangen und GWD Minden. Die Mindener verloren in Friesenheim mit 24:28 (10:15). Gerettet hat sich der TuS N-Lübbecke, der gegen Erlangen mit 28:23 (12:13) gewann.

Die Kieler konnte es locker angehen lassen. Der Titelverteidiger ging mit zwei Punkten Vorsprung sowie der um 25 Treffer besseren Tordifferenz ins Saisonfinale. Den ersten Applaus des Tages bekam Gislason. Der ehrgeizige Isländer wurde vor dem Spiel von Liga-Präsident Uwe Schwenker, einst selbst Manager des THW Kiel, als Trainer der Saison geehrt. Gislason ist der Erste, der zum vierten Mal von seinen Kollegen und den Managern der Erstliga-Clubs zur Nummer 1 gewählt wurde.

Nach dem Anpfiff lief es von Beginn an nach Wunsch. Zwei Tage nach dem 28:26 bei der TSV Hannover-Burgdorf war von der befürchteten Müdigkeit nichts zu merken. Allerdings waren die Lemgoer, die ihren Kampf gegen den Abstieg schon zuvor gewonnen hatten, nicht auf Biegen und Brechen auf Sieg getrimmt. Bis zur Pause erspielte sich der Abonnement-Meister einen komfortablen 18:12-Vorsprung, der auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr in Gefahr geriet.

In Magdeburg taten die Rhein-Neckar Löwen alles, was in ihrer Macht stand, um die Minichance auf den ersten nationalen Titel zu wahren. In der umkämpften Partie führten die Mannheimer mit sechs Toren, gerieten beim 17:16 (32.) kurzzeitig in Bedrängnis. Dann setzte sich das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen aber wieder auf 27:19 (45.) ab und feierte einen erstaunlich ungefährdeten Erfolg.

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