Sieg über Slowenien

JAAAAA! DHB-Team darf zum Olympia-Quali-Turnier

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Paul Groetzki jubelt über den Sieg 30:27 über Slowenien. Nun darf das DHB-Team zum Olympia-Quali-Turnier.

Doha - Mit einem Sieg verabschiedet sich das DHB-Team von der Handball-WM in Katar. Durch den 30:27-Erfolg sind die deutschen Handballer beim Quali-Turnier für Olympia 2016 dabei.

Die deutschen Handballer haben einen großen Schritt Richtung Olympia-Teilnahme 2016 gemacht. Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson besiegte bei der WM in Katar Slowenien im Spiel um Platz sieben mit 30:27 (16:14) und sicherte sich damit die Teilnahme an einem der drei Qualifikationsturniere (8. bis 10. April 2016) für die Sommerspiele in Rio.

Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die nur dank einer Wildcard des Weltverbandes IHF an der WM teilgenommen hat, war der überragende Kapitän Uwe Gensheimer mit 13 Toren.

Wenige Stunden vor Spielbeginn in der Lusail Multipurpose Hall nahm Sigurdsson in seinem Kader noch einmal einen Wechsel vor. Der Isländer holte Fabian Böhm ins Aufgebot zurück, Linksaußen Matthias Musche wurde für den Rückraumspieler gestrichen. „Wir brauchen eine weitere Alternative im Rückraum“, begründete Teammanager Oliver Roggisch den erneuten Wechsel, da Torjäger Steffen Weinhold (Adduktorenzerrung) gehandicapt in die Partie gegen den WM-Vierten von 2013 ging.

Nach den beiden Niederlagen gegen Katar im Viertelfinale (24:26) und Kroatien in der Platzierungsrunde (23:28) hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning die Spieler des WM-Fünften von 2013 vor dem wichtigen Duell mit den Slowenen noch einmal in Pflicht genommen. „Wir müssen alles an Herz und Emotionen auf die Platte bringen“, sagte Hanning.

Gegen die mit vier Bundesliga-Legionären angetretenen Slowenen hatte der Weltmeister von 2007 Mühe, ins Spiel zu finden. Besonders der Magdeburger Jure Natek bereitete der deutschen Abwehr vor 1500 Zuschauern große Probleme. Nach dem bereits vierten Treffer des Rückraumspielers zum 6:4 für die Slowenen (11.) reagierte Sigurdsson und brachte Torhüter Silvio Heinevetter für Carsten Lichtlein. Eine Minute später nahm der Isländer beim 4:7 seine erste Auszeit und forderte in Abwehr und Angriff „mehr Bewegung“.

Seine Spieler setzten die Vorgaben um und agierten besonders in der Offensive druckvoller. Der Lohn war die erste Führung durch Böhm (10:9/19.). Auch in der Folge zeigte die DHB-Auswahl, die die Teilnahme an den Sommerspielen 2012 in London verpasst hatte, einen großen Willen, und die Anspiele auf Kreisläufer Patrick Wiencek funktionierten immer besser.

„Wir sind schwer in die Partie reingekommen - sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Der Torwartwechsel hat sich dann unheimlich positiv ausgewirkt. Hinten haben wir dann besser zugepackt und vorne weniger technische Fehler gemacht. Die Führung ist verdient“, sagte Verbandspräsident Bernhard Bauer dem SID angesichts des 16: 14-Vorsprungs in der Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel setzte sich das Wettwerfen zwischen Gensheimer, der mit seinem neunten Treffer zum 19:17 (35.) die 50-Tore-Marke bei der WM knackte, und Natek zunächst fort. Für die erste Drei-Tore-Führung des deutschen Teams sorgte aber Wiencek (20:17/36. ). Der Vorsprung gab dem deutschen Team zusätzliches Selbstvertrauen, bei den Slowenen machte sich Frust breit. Luka Zvizej sah nach einem Foul an Spielmacher Martin Strobel die Rote Karte (44.). Deutschland nutzte die zweiminütige Überzahl zur Entscheidung, Linksaußen Gensheimer traf zum 27:21 (46.). Der Sieg geriet in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr, auch weil Heinevetter eine starke Leistung zeigte.

sid

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