Grand Prix in Abu Dhabi

Rosberg holt letzte Pole - Vettel mit peinlichem Patzer

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Nico Rosberg jubelt nach dem Qualifying.

Abu Dhabi - Nico Rosberg hat sich auch die Pole Position zum letzten Grand Prix des Jahres in Abu Dhabi gekrallt. Für Sebastian Vettel hingegen lief es so gar nicht rund.

Nico Rosberg hat sich erneut als derzeit bester Zeitenjäger der Formel 1 präsentiert und könnte Weltmeister Lewis Hamilton das Saisonende nun endgültig verderben. Sebastian Vettel kostete ein Anfängerfehler am Kommandostand derweil eine gute Ausgangsposition für das letzte Rennen des Jahres.

Rosberg holte im spannenden Qualifying zum Grand Prix in Abu Dhabi seine sechste Pole Position in Serie und greift am Sonntag (17.00 Uhr/RTL und Sky) nun nach seinem dritten Sieg in Folge - ein solcher Hattrick ist dem deutschen in der Königsklasse noch nie geglückt.

Im stets engen Mercedes-Duell droht Hamilton dagegen mehr denn je eine Titelsaison mit schalem Nachgeschmack. Der Engländer hatte bereits vor rund einem Monat in Austin seinen dritten Titel perfekt gemacht, seitdem aber stets das Nachsehen gegen Rosberg.

„Heute habe ich mich besonders gefreut, in der letzten Runde hat einfach alles gepasst“, sagte Rosberg: „Ich würde morgen sehr gerne gewinnen. Weil es Spaß macht, aber auch weil es mir für das kommende Jahr hilft. Was ich jetzt lerne, nehme ich für 2016 mit.“

Schon in den freien Sessions hatte Rosberg die Nase vorn gehabt und war als Favorit in den Kampf um die Pole gegangen. Kurz vor Ende des Qualifyings schob sich Hamilton noch einmal auf Rang eins, doch Rosberg legte nach und hatte schließlich mehr als drei Zehntel Vorsprung.

Vettel (Heppenheim) war da schon längst nicht mehr in der Verlosung, völlig überraschend war er im ersten Durchgang ausgeschieden. Der 28-Jährige brach seine letzte schnelle Runde auf den weichsten Reifen ohne Not ab und rutschte damit auf den 16. Rang ab, der nicht mehr zum Sprung ins Q2 berechtigt.

„Wir haben uns einfach verschätzt“, sagte Vettel bei RTL: „Wir dachten, dass die Runde schnell genug ist, daher habe ich die letzte vorzeitig beendet. Leider war sie nicht schnell genug.“ Trotz des peinlichen Fehlers wollte Vettel keine öffentliche Kritik an seinem Kommandostand üben: „Jetzt ist nicht die Zeit, jemanden in die Pfanne zu hauen. Wir hatten dieses Jahr gute Momente, heute war kein so toller. Vielleicht ist morgen noch etwas möglich, ich stehe ja auch nicht ganz hinten.“ Der Traum vom vierten Saisonsieg allerdings endete für Vettel bereits einen Tag vor dem letzten Rennen der Saison.

Sein Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) zeigte, was mit dem Ferrari möglich war und holte Rang drei. Nico Hülkenberg (Emmerich) holte im Force India auf dem 5,554 km langen Yas-Marina-Circuit einen ordentlichen siebten Platz.

Mercedes und seine beiden Fahrer greifen in Abu Dhabi derweil nach einem weiteren Meilenstein. Hamilton verpasste zwar seine 50. Pole der Karriere, nun winkt aber der zwölfte Doppelsieg in einer Saison. Bisher halten die Silberpfeile mit elf in einem Jahr gemeinsam mit McLaren den Rekord.

sid

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