Europa-League Zwischenrunde

Wolfsburg bleibt bescheiden, Gladbach macht Kampfansagen

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Auch mit dem Sieg in Lissabon im Rücken bleiben die Wolfsburger vorsichtig.

Wolfsburg/Sevilla - Von den beiden Bundesligisten darf sich nach den ersten K.o.-Spielen der VfL Wolfsburg größere Chancen aufs Achtelfinale ausrechnen als Mönchengladbach. Doch auch die Borussia ist zuversichtlich.

Die Wolfsburger gewinnen und stapeln tief, die Gladbacher verlieren und machen Kampfansagen: Bei den beiden Fußball-Bundesligisten herrscht nach den Hinrundenspielen der Zwischenrunde in der Europa League verkehrte Welt. Während Borussia Mönchengladbach nach dem 0:1 (0:0) bei Titelverteidiger FC Sevilla weiter fest ans Weiterkommen glaubt, verfällt beim VfL Wolfsburg auch nach dem 2:0 (0:0) gegen Sporting Lissabon niemand in Euphorie.

"Dann kann eine Menge schiefgehen"

Die Chancen aufs Achtelfinale stünden wie schon vor dem Anpfiff „nur 50 zu 50“, betonte VfL-Manager Klaus Allofs und ergänzte mit Blick auf das Rückspiel am kommenden Donnerstag beim 18-maligen portugiesischen Meister: „Wenn man die Dinge da falsch anfasst, dann kann eine Menge schiefgehen.“

Angesichts der momentanen Form dürfte der Bundesliga-Zweite praktisch aber bereits mit mehr als einem halben Bein in der nächsten Runde stehen. Vor allem Tormaschine Bas Dost läuft auf Hochtouren, mit seinem Doppelpack gegen Lissabon (46. und 63.) schraubte der Niederländer seine Quote auf neun Treffer in fünf Rückrundenspielen. Davon kann selbst Weltfußballer Cristiano Ronaldo zurzeit nur träumen.

„Ich bin einfach glücklich“, sagte Dost über das simple Erfolgsrezept: „Und wenn ich glücklich bin, dann sieht man, was ich kann.“ Die größte Stärke des 1,96-m-Schlaks ist sein „One-Touch“-Fußball, den nur wenige Angreifer in Europa so gut beherrschen wie er.

Den soll nun auch Hertha BSC im Ligaspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) zu spüren bekommen. „Gegen Berlin geht es weiter“, sagte Dost. Dann soll ihm Mittelfeldstar de Bruyne wieder die Bälle zentimetergenau in den Lauf spielen. Oder der Belgier schließt selbst ab. Beide Offensivstars erzielten 14 der letzten 15 Wolfsburger Pflichtspieltreffer, das macht eine überragende Quote von 93,3 Prozent!

Gladbach gibt sich kämpferisch

Bei den Gladbachern wich die Enttäuschung über die erste Europacup-Niederlage in dieser Saison schnell der Zuversicht. „Ich tippe auf ein 2:0“, sagte Granit Xhaka mit Blick auf das Rückspiel. Besonders aus der Art und Weise ihres Auftritts im Estadio Ramon Sanchez-Pizjuan schöpften die Borussen Mut für das Rückspiel am kommenden Donnerstag im eigenen Stadion.

„Wir haben eigentlich genauso gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Gegen diese Mannschaft ist zu Hause noch alles möglich. Wir haben gesehen, dass sie schlagbar sind“, sagte Weltmeister Christoph Kramer und fügte trotz des verpassten Geschenks zu seinem 24. Geburtstag an: „Man kann der Mannschaft nichts vorwerfen, deswegen habe ich keine schlechte Laune.“

Selbstvertrauen wollen sich die Fohlen am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den angeschlagenen Hamburger SV holen. „Dafür müssen wir gut regenerieren“, meinte Sportdirektor Max Eberl. Trainer Lucien Favre wird daher wieder kräftig rotieren. Die Anstrengungen müssen verteilt werden, damit es gegen Sevilla im Rückspiel klappt.

SID

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