DFB-Skandal

Watzke plädiert für WM-Vergabe durch Losentscheid

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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will bei den zukünftigen WM-Vergaben für ein Losverfahren.

Nürnberg - Im Kampf gegen Korruption bei künftigen WM-Vergaben plädiert BVB-Chef Hans-Joachim Watzke für einen Losenverfahren. Zudem fordert er einen respektvollen Umgang mit Franz Beckenbauer.

Das sei „die einzige Möglichkeit, dass eine Entscheidung über eine WM-Vergabe nicht manipuliert wird“, sagte der 56-Jährige im Interview im kicker.

„Ich stelle mir vor, dass FIFA und UEFA einen Ausschuss mit renommierten Experten für Sicherheit und Marketing bilden. Dieser Ausschuss befindet darüber, ob eine Bewerbung zugelassen wird. Unter denen, die final zugelassen werden, wird gelost“, erklärte Watzke. Das garantiere eine maximale Sicherheit, dass es keine Korruption gebe.

Einhundert Prozent Sauberkeit scheint es auf internationalem Terrain bei der Vergabe von Großereignissen einfach nicht zu geben. Dennoch sei es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Korruption unwahrscheinlicher machen könne.

Darüber hinaus forderte Watzke, Franz Beckenbauer mehr Respekt entgegenzubringen. „Auf der einen Seite alles zu bejubeln, was er macht, und auf der anderen als Öffentlichkeit sofort den Stab zu brechen, obwohl die Aufklärung der Ereignisse noch gar nicht erfolgt ist, finde ich nicht in Ordnung“, so Watzke.

Gerade Beckenbauer habe über Jahrzehnte hinweg zum Wohl des deutschen Fußballs gearbeitet - und nicht zu seinem persönlichen. „Das ist jedenfalls meine Meinung“, so der BVB-Chef.

Die Position der Borussia sieht Watzke sportlich und finanziell weiterhin gestärkt. Entspannt werde man künftigen Vertragsverhandlungen entgegensehen. „Wir werden um jeden unserer Stars mit Zähnen und Klauen kämpfen und können das auch wirtschaftlich darstellen.“

SID

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