Vorschau auf das Viertelfinale

DFB-Pokal: BVB unter Druck - Bayer mit Hoffnung

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Jürgen Klopp fordert von seinem BVB mehr Konsequenz.

Frankfurt/Main - Sieben Bundesligisten und Drittliga-Spitzenreiter Bielefeld wollen im DFB-Pokal ins Halbfinale. Im Topspiel sieht Leverkusen Chancen gegen Bayern. Für Dortmund geht es gegen Hoffenheim um noch viel mehr.

Ein haushoher Favorit, sechs Herausforderer und ein Underdog: Die Rollen im Viertelfinale des DFB-Pokals sind klar verteilt. Im Topduell am Mittwoch will sich Rekordsieger und Pokalverteidiger Bayern München auf dem Weg zum erhofften Triple auch von Bayer Leverkusen nicht aufhalten lassen. Drittligist Arminia Bielefeld wird versuchen, mit Borussia Mönchengladbach den dritten Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu werfen.

Zuvor blicken die Fans an diesem Dienstag (20.30 Uhr/ARD) gespannt nach Dortmund, wo der in der Bundesliga abgehängte BVB gegen 1899 Hoffenheim fast schon um seine letzte Europacup-Chance spielt. „Der Pokal ist unglaublich wichtig. Das würde ich unserem Spiel gerne ansehen“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp am Ostermontag und forderte nach vier Dortmunder Nullnummern in den vergangenen fünf Partien: „Wir müssen an Konsequenz draufpacken.“

Neue personelle Sorgen hat Klopp nicht, auch wenn Marco Reus nach dem Bayern-Spiel intensiver behandelt werden musste. „Bei ihm sollte es kein Problem werden“, beschwichtigte der Coach. Auch wenn Hoffenheim „kein Traumlos“ ist, geht Klopp zuversichtlich in das Duell: „Es gibt wenig Grund, daran zu zweifeln, dass wir die Chance nicht nutzen.“

Schürrle gegen Freiburg wieder auf der Bank

Doch auch die TSG hegt Ambitionen. „Wir fahren voller Vorfreude zum BVB. Wir wollen es schaffen, ins Halbfinale einzuziehen“, sagte Trainer Markus Gisdol. Elfmeterschießen habe er mit seinen Spielern nicht speziell geübt. „Aber wir haben natürlich Schützen im Hinterkopf“, erklärte Gisdol und appellierte an sein Team: „Es ist ein K.o.-Spiel, in dem wir etwas ganz Besonderes leisten müssen.“

Im zweiten Dienstag-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und SC Freiburg (19.00 Uhr/Sky) droht Millionen-Stürmer André Schürrle trotz seines befreienden Premierentreffers am vergangenen Samstag beim 3:1 gegen den VfB Stuttgart wieder die Bank. „Ich will jedes Spiel von Beginn machen, aber man muss schauen, wie meine Fitness ist“, erklärte Schürrle und formulierte das Ziel: „Wir wollen in die Champions League und ins DFB-Pokal-Finale und in der Europa League soweit wie möglich - da will ich dabei sein.“

Leverkusen hat "Herkulesaufgabe" vor sich

Der Pokal-Kracher steigt am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) in Leverkusen. „Bayern München ist immer Favorit, aber die Mannschaft ist wirklich heiß, möchte mal eine große Überraschung schaffen und zum Endspiel nach Berlin“, sagte Bayer-Vereinsboss Michael Schade.

Die Voraussetzungen scheinen nicht schlecht, denn die Truppe von Trainer Roger Schmidt ist seit fünf Spielen ohne Gegentor. „Wenn man mal etwas in der Hand halten möchte, muss man mal gegen die Bayern gewinnen. Doch das ist natürlich eine Herkulesaufgabe“, sagte Schmidt.

Der 17-malige Pokalsieger aus München reist mit Personalsorgen an. Franck Ribéry fällt erneut aus, nachdem sich der Franzose am Ostermontag weiteren Behandlungen unterziehen musste. Bangen muss der Meister zudem um den Einsatz von Bastian Schweinsteiger, der beim 1:0 in Dortmund eine Sprunggelenksblessur erlitten hatte.

Ein weiterer Ausfall würde die Münchner gerade nach den Verletzungen von David Alaba und Arjen Robben hart treffen, doch Thomas Müller will dies nicht als Ausrede geltenlassen. „Wir haben immer noch eine super Mannschaft auf dem Platz“, sagte er. „Das ist ein Pokal-Viertelfinale, da ist schon Pfeffer drin. Es ist ein K.o.-Spiel, da geht es auch ein bisschen um die Eier.“

Wille und Kampfkraft werden auch in Bielefeld gefragt sein, wo Mönchengladbach seinen Lauf von sieben ungeschlagenen Spielen fortsetzen will. „Jeder, der sich Jahr für Jahr das Pokalfinale anschaut, will auch mal dorthin. Für dieses Ziel werden wir alles geben“, versprach Torjäger Patrick Herrmann. Auch Stürmer Max Kruse hat Blut geleckt. „Jeder von uns sieht das Ziel vor Augen, dass wir mit zwei Siegen nach Berlin fahren können. Wer da noch eine Extramotivation benötigt, ist fehl am Platz“, meinte er.

dpa

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