Niederlage gegen Portugal

Deutschland fliegt bei U19-EM schon in der Vorrunde raus

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Das DFB-Team hat durch die zweite Niederlage im zweiten Spiel keine Chance mehr aufs Weiterkommen.

Stuttgart - Die deutschen U19-Junioren sind bei der Heim-Europameisterschaft in Baden-Württemberg bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.

Von Cristiano Ronaldos Erben ausgeknockt: Die deutschen U19-Junioren sind bei der Heim-Europameisterschaft in Baden-Württemberg bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verlor am Donnerstag in Aspach auch ihr zweites Spiel gegen Portugal mit 3:4 (1:1) und hat nun keine Chance mehr, das Halbfinale zu erreichen. Zum Auftakt hatte es ein unglückliches 0:1 gegen Italien gegeben.

Im Duell mit dem Nachwuchs des frisch gekürten Europameisters traf Philipp Ochs dreimal für die DFB-Elf (12., 67./Foulelfmeter, 90.+3/Foulelfmeter). Asumah Ankrah (37.), Goncalo Rodriguez (48.), Alexandre Silva (70.) und Buta (73.) besiegelten jedoch die Niederlage für die DFB-Auswahl. Im letzten Gruppenspiel am Sonntag in Reutlingen gegen Österreich (19.30 Uhr/Eurosport) geht es für den Weltmeister-Nachwuchs nur noch um Platz drei, der die Teilnahme am Play-off-Spiel um die Qualifikation zur U20-Weltmeisterschaft 2017 in Südkorea bedeutet.

"Die Enttäuschung ist sehr groß, das muss man erstmal sacken lassen", sagte Trainer Guido Streichsbier bei Eurosport: "Die erste Halbzeit war richtig gut, in der zweiten schlafen wir dann teilweise. Die Jungs haben schon Moral bewiesen, aber nach zwei Spielen stehen null Punkte, und das ist zu wenig."

Vor der Partie war die Ausgangslage für Deutschland klar gewesen: Nach dem 1:1 (1:1) zwischen Italien und Österreich am Donnerstagmittag durfte die Mannschaft auf keinen Fall verlieren.

Und vor 7250 Zuschauern in Aspach war der DFB-Elf der Druck anzumerken. Wenig geordnete Angriffe bestimmten die Anfangsphase. Bezeichnenderweise war ein Fernschuss von Benjamin Henrichs (Bayer Leverkusen) auf Portugals Torwart Pedro Silva die erste Offensivaktion des Gastgebers (5.).

Wenig später gelang dennoch der Führungstreffer: Stürmer Janni-Luca Serra (Borussia Dortmund) ließ einen Ball in die Spitze glänzend auf seinen Angriffspartner Ochs von 1899 Hoffenheim abprallen, der im Duell mit Silva die Nerven behielt (12.).

In der zu diesem Zeitpunkt zusehends ruppig werdenden Begegnung stemmte sich die deutsche Mannschaft gegen die Physis der Portugiesen und hatte die besseren Chancen. Max Besuschkow (VfB Stuttgart) traf aber nur die Latte (32.). Das sollte sich rächen: Portugals Ankrah kam an der Strafraumgrenze an den Ball und ließ Keeper Dominik Reimann (Borussia Dortmund) mit einem sehenswerten Schuss keine Chance.

Und die zweite Halbzeit begann gleich mit dem nächsten Nackenschlag. Rodriguez kam aus gut 18 Metern frei zum Schuss und erzielte das 1:2. Deutschland hatte in der Folge große Probleme, wieder ins Spiel zu finden, bekam nach einem ungestühmen Einsteigen von Diogo Dalot gegen den eingewechselten Cedric Teuchert jedoch einen Foulelfmeter zugesprochen. Ochs verwandelte sicher (67.) und schürte nochmals Hoffnungen.

Doch Portugal antwortet auf den Ausgleich schnell. Nachdem Silva zur erneuten Führung abstaubt hatte, erhöhte Buta drei Minuten später gar auf 2:4. Deutschland hatte in Ochs, Serra, Teuchert und Fabian Reese nun vier Stürmer auf dem Feld, ließ das letzte Aufbäumen jedoch vermissen - Ochs' Anschlusstreffer kam zu spät.

AFP/dpa

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