Weg zu Milan frei

Schalke 04 löst Boatengs Vertrag auf

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Schließt das Kapitel Schalke 04: Kevin-Prince Boateng wird wohl künftig wieder für den AC Mailand spielen.

Mailand - Das Missverständnis Kevin-Prince Boateng ist bei Schalke 04 endgültig beendet. Die "Knappen" lösen den Vertrag auf. Nun wird der Ex-Nationalspieler wohl zum AC Milan gehen.

Kevin-Prince Boateng gab sich am Ende versöhnlich. "Egal, was auch über mich geredet wurde, ich war immer stolz darauf, für Schalke zu spielen und den Verein zu repräsentieren. Meine Erfahrungen bei dem Klub haben mir auf viele Arten geholfen", schrieb der ehemalige ghanaische Fußball-Nationalspieler bei Twitter.

Zuvor hatte Bundesligist Schalke 04 das teure Kapitel Boateng nach zweieinhalb schwierigen Jahren und zähen Verhandlungen abgeschlossen. Der bis 30. Juni 2016 laufende Vertrag mit dem Deutsch-Ghanaer wird zum Jahresende aufgelöst. Allerdings ist eine Abfindung, die sich auf einen siebenstelligen Betrag summiert, für den Profi fällig. Nach kicker-Informationen soll sich das Salär Boatengs auf Schalke auf 400.000 Euro pro Monat belaufen haben.

Der Spieler dürfte S04 finanziell entgegengekommen sein, denn er hatte ein Interesse, sich endgültig von den Königsblauen zu lösen. Kevin-Prince Boateng, Halbbruder von Weltmeister Jerome Boateng (Bayern München), hofft jetzt auf eine Rückkehr zum AC Mailand und einen Neuanfang beim lombardischen Renommierklub.

Milan-Coach Mihajlovic setzt auf KPB

Boateng war Ende August 2013 für zehn Millionen Euro aus Mailand gekommen. Bei den Rossoneri genießt der torgefährliche Akteur einen guten Ruf. "Hauptsache Boateng hat die Zustimmung von Milans Coach Sinisa Mihajlovic, der ihn in dieser Saison einsetzen will", sagte Boatengs Manager Federico Pastorello.

Boateng hatte in seiner ersten Saison auf Schalke noch maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gelsenkirchener die Champions League erreichten. Danach erfüllte er die hohen Erwartungen aber nicht mehr - auch weil er wegen hartnäckiger Knieprobleme gesundheitlich nicht auf der Höhe war. Im Mai war der Berliner als Sündenbock für die katastrophale Rückrunde suspendiert worden, einen neuen Verein fand er im Sommer jedoch nicht.

Boatengs hochdotierter Vertrag lief noch bis zum 30. Juni 2016 und beinhaltete eine Option auf ein weiteres Jahr. Boateng kann somit in der Winterpause ablösefrei wechseln. Milan hat ihm angeblich einen Vertrag über sechs Monate angeboten. Für Schalke bestritt Boateng 60 Pflichtspiele (46 Bundesliga-Einsätze, zwölf Europacup-Spiele und DFB-Pokal-Partien), in denen er sieben Tore erzielte.

Boateng scheitert zwei Mal im Pott

Interessant, dass Kevin-Prince zwar in Mailand zum großen Star aufstieg, aber in der Bundesliga bei den westfälischen Traditionsklubs Schalke und Borussia Dortmund scheiterte. Auch beim BVB kam er während seines sechsmonatigen Gastspiels 2009 nicht zurecht. Ganze zehn Spiele bestritt Boateng für die Schwarz-Gelben.

Es folgte der Wechsel auf die Insel zum FC Portsmouth. Dort schrieb Boateng vor allem wegen seines Auftritts im FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea und dem Foulspiel am damaligen deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack Schlagzeilen. Aufgrund der Blessur verpasste"Balle" die WM 2010 in Südafrika - sie bedeutete quasi das Ende von Ballacks Karriere in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

sid

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