Titelverteidiger gewinnt Spaniens Meister

Real Madrid und Turin im Halbfinale der Champions League

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Javier Hernandez von Real Madrid jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 für die Königlichen in der Partie gegen Atletico Madrid.

Madrid - Real Madrid und Juventus Turin sind dem deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München und dem FC Barcelona ins Halbfinale der Champions League gefolgt.

Update vom 5. Mai 2015: Titelverteidiger Real Madrid marschierte souverän durch die Vorrunde der Champions League, gewann alle sechs Spiele in der Gruppe B. Heute Abend werden die Madrilenen von Juventus Turin empfangen. Wo und wann das Spiel im TV und im Live-Stream läuft, haben wir für Sie zusammengefasst.

Titelverteidiger Real gewann die Neuauflage des Vorjahresfinals gegen den spanischen Meister Atletico Madrid nach einem torlosen ersten Vergleich mit 1: 0 (0:0).

Das Team um Weltmeister Toni Kroos und Weltfußballer Cristiano Ronaldo kann damit weiter Fußball-Geschichte schreiben und als erste Mannschaft in der Königsklasse seinen Titel erfolgreich verteidigen. Der Siegtreffer im Stadtderby erzielte Javier Hernandez (88.) nach Vorarbeit von Ronaldo. Die Gäste, die zuvor in sieben Spielen gegen Real am Stück ungeschlagen geblieben waren, beendeten die Begegnung in Unterzahl. Schiedsrichter Felix Brych zeigte Arda Turan wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (76.).

Dem italienischen Rekordmeister Turin genügte nach dem 1:0 im Viertelfinal-Hinspiel beim AS Monaco ein torloses Unentschieden, um erstmals seit zwölf Jahren in die Vorschlussrunde der Champions League einzuziehen.

Die Halbfinalspiele, die am 5./6. und 12./13. Mai ausgetragen werden, werden am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon ausgelost. Zudem wird an diesem Tag auch schon ermittelt, wer von den beiden Siegern des Semifinales beim Endspiel am 6. Juni im Berliner Olympiastadion „Heimrecht“ hat.

Vor 80.354 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Tempel Bernabeau war in einer erneut hitzigen Partie vor allem der deutschen WM-Schiedsrichter Brych aus München gefordert, der unter dem Strich seine Sache aber gut machte. Vor der Pause gab es viele Fouls auf beiden Seiten, aber kaum Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Superstar Ronaldo kurz vor dem Halbzeitpfiff. Der Portugiese scheiterte an Atletico-Torwart Jan Oblak, der im Hinspiel überragend gehalten hatte.

Kurz nach der Pause hatte Real durch Hernandez erneut eine große Möglichkeit zur Führung. Real musste auf die angeschlagenen Gareth Bale, Karim Benzema und Luka Modric sowie den gesperrten Verteidiger Marcelo verzichten, war aber auch in der Folgezeit tonangebend und hatte unter anderem durch Pepe noch eine große Gelegenheit. Kroos machte eine starke Partie, war aber überwiegend in der Defensive gefordert. Sein Weltmeister-Kollege Sami Khedira saß wie im Hinspiel auf der Bank.

Leverkusen-Bezwinger Atletico stand in der Abwehr zwar bis zum Platzverweis ganz ordentlich, in der Offensive lief bei Ex-Bundesligaprofi Mario Mandzukic und Kollegen aber kaum etwas zusammen, sodass der Real-Sieg am Ende verdient war.

In Monte Carlo begann die Mannschaft aus dem Fürstentum mit aggressiven Angriffen. Der italienische Meister, der in der Runde zuvor Borussia Dortmund (2:1 und 3:0) aus dem Wettbewerb geworfen hatte, kam nur zu sporadischen Vorstößen. Zumeist wurden sämtliche elf Turiner in der eigenen Hälfte gesichtet, selbst die Torjäger Carlos Tevez und Alvaro Morata verrichteten viel Defensivarbeit.

Doch bis auf zwei Warnschüsse von Geoffrey Kondogbia blieben die Bemühungen des Tabellendritten der französischen Ligue 1 in der ersten Halbzeit ohne Durchschlagskraft. Monaco wollte, biss sich jedoch am massiven Juve-Bollwerk die Zähne aus.

Bei den Gästen versuchte Mittelfeld-Routinier Andrea Pirlo mit seiner Übersicht für entlastende Offensiv-Aktionen zu sorgen. Doch die verpufften zumeist spätesten am Strafraum der Monegassen. Der erste gefährliche Torschuss wurde durch Tevez Sekunden vor der Halbzeitpause registriert.

Auf der Gegenseite hatte Monaco Pech, als der fällige Elfmeterpfiff von Referee William Collum aus Schottland nach einem klaren Foulspiel an Kondogbia (36.) ausblieb. Bei den heimischen Fans wurden Erinnerungen an dem äußerst fragwürdigen und spielentscheidenden Foulelfmeter für Juve im Hinspiel wach.

Die zweite Halbzeit begann turbulent, zumal Turins Patrice Evra den Ball nach einer missglückten Faustabwehr von Torhüter-Oldie Gianluigi Buffon (50.) auf der Linie klären musste. Doch am Ende konnten sich die Gäste auf ihre Abwehr verlassen.

SID

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