Bericht: Er sei "müde" von Bayerns Klubpolitik

Dispute und mangelnde Macht als Gründe für Peps Abschied?

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Trainer Pep Guardiola wechselt nach Saisonende vom FC Bayern zu Manchester City.

London - Mangelnde Machtfülle und Meinungsverschiedenheiten mit den Klubbossen sollen Pep Guardiola den Abschied vom FC Bayern München erleichtert haben.

Der Trainer (45) sei der Vereinspolitik in München - wie bereits in seiner Zeit beim FC Barcelona - „müde“, berichtet die englische Tageszeitung Guardian unter Berufung auf die Führungsspitze bei City.

Interne Querelen spielten bereits 2012 bei Guardiolas Trennung von Barca eine gewichtige Rolle. Beim FC Bayern soll sich der Katalane unter anderem daran gestoßen haben, dass der Klub Weltmeister Toni Kroos 2014 entgegen seinem Wunsch an Real Madrid verkaufte. Klubboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportvorstand Matthias Sammer hatten dagegen immer wieder das gute Verhältnis zum Trainer betont.

Manchester jedoch gebe Guardiola nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch die Macht, „um eine Dynastie aufzubauen“, heißt es im Guardian. Den Starcoach erwarte „Geld und Liebe“ auf der Insel. Das Blatt will wissen, dass Guardiola Kroos und vier weitere Stars, darunter Bayern-Profi Thiago und Dortmunds Ilkay Gündogan, zu City locken möchte. Eine Ausstiegsklausel aus seinem Dreijahresvertrag für den Fall, dass der Tabellenvierte der Premier League die Champions League verpasst, habe er nicht.

Die Daily Mail berichtet derweil, dass die jüngste Formkrise der Himmelblauen auch der Causa Guardiola geschuldet sei. Die ständigen Berichte über ihn seien „natürlich eine Ablenkung“, zitiert das Blatt einen Insider. Teammanager Manuel Pellegrini, der zuletzt gereizt auf das Thema reagierte, werde „jede Woche gefragt: Pep hier, Pep da. Das ist irrsinnig!“

City hat seit der Bekanntgabe der Guardiola-Verpflichtung am 1. Februar zwar den Ligapokal gewonnen, in der Premier League aber nur sieben von 21 möglichen Punkten geholt und sich aus dem Titelrennen verabschiedet.

SID

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