Schalke will Heidel - Tönnies: "Der richtige Mann"

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Christian Heidel soll im Sommer Schalke-Manager Horst Heldt ablösen. Foto: Fredrik von Erichsen

Der erwartete Wechsel des Mainzer Managers Christian Heidel zu Schalke zum Sommer ist perfekt. Das entscheidende Treffen mit dem Aufsichtsrat am Sonntag verlief positiv. Chef Clemens Tönnies erklärte danach, warum das Gremium von Heidel überzeugt ist.

Gelsenkirchen (dpa) - Christian Heidel wird im Sommer neuer Sportvorstand des FC Schalke 04. Der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten stimmte vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart für eine Verpflichtung des bisherigen Mainzer Managers zur neuen Saison.

Bei der Abstimmung in dem elfköpfigen Gremium gab es die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit für den Wunschkandidaten von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. Heidel erhält ein Vierjahresvertrag bis 2020.

Er wird bei den Gelsenkirchenern damit Nachfolger des im Sommer ausscheidenden Horst Heldt. Heldt hatte den Posten im März 2011 übernommen. Nach Angaben des Clubs wird Heldt bis zum Vertragsende "auch personelle Weichenstellungen für die neue Saison" vornehmen.

Heidel hatte zuvor ein mehr als zwei Stunden langes Gespräch mit dem Aufsichtsgremium der Schalker geführt und danach erklärt, er rechne mit einer schnellen Entscheidung. So kam es dann auch: "Wir sind davon überzeugt, dass Christian Heidel mit seiner unbestrittenen sportfachlichen Kompetenz und Erfahrung, seinen erwiesenen Führungsqualitäten und seiner positiven Ausstrahlung der richtige Mann für den FC Schalke 04 ist", erklärte Tönnies in einer Mitteilung des Clubs. Nun müssen noch einige Details geregelt werden. Offen blieb zunächst die Dauer von Heidels Vertrag.

"Es war ein sehr, sehr netter, reger Austausch. Jetzt muss man natürlich die Herrschaften fragen, wie sie mit den Antworten zufrieden waren", sagte Heidel nach dem Treffen vor Journalisten. "Das wird jetzt sicher in absoluter Kürze entschieden, weil alle Dinge ausgetauscht sind, die ausgetauscht werden mussten."

Der 52-Jährige berichtete, er habe in dem Treffen mehr sich selbst vorgestellt und wie er arbeite. Mit Blick auf die längerfristige Ausrichtung von Schalke meinte er: "Ich finde eigentlich, dass der Club das Konzept haben muss und ob der Manager dazu passt. Ich selbst habe die Antworten bekommen, die ich mir gewünscht habe."

Eine wichtige Voraussetzung für Heidel war, dass bei den Rheinhessen ein geeigneter Nachfolger für ihn gefunden ist. Am vergangenen Wochenende war durchgesickert, dass Werder Bremens Sportdirektor Rouven Schröder der Wunschkandidat des FSV ist und dort bereits Gespräche führte. Der 40 Jahre alte ehemalige Fußball-Profi hatte Bremen um die Freigabe aus seinem noch bis 2017 datierten Vertrag gebeten.

"Das ist sicher eine tolle Chance für ihn", hatte Werders Clubchef Klaus Filbry in der vergangenen Woche bereits gesagt. Noch aber haben die Vereine den Deal nicht bestätigt. Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin hatte sich am Samstag nach dem Spiel in Ingolstadt zurückhaltend geäußert. Er hoffe, "dass sich die Situation jetzt so klärt, dass wir eine Faktenlage habe", sagte er. "Wenn ich die Situation besser beurteilen kann, werden wir entscheiden, was wir tun."

Schalke-Mitteilung

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