Englische Presse kritisiert harsch

ManU-Pleite gegen PSG: Schweinis Platz in Gefahr

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Zlatan Ibrahimovic (l.) stürmt seinen Gegenspielern Luke Shaw (Mitte) und Bastian Schweinsteiger davon.

Chicago - Bastian Schweinsteiger konnte im letzten Test mit Manchester United kaum überzeugen - und muss vor dem Ligastart um seinen Platz fürchten.

Nach dem unfreiwilligen „Bade-Ausflug“ mit Superstar Zlatan Ibrahimovic stieg Bastian Schweinsteiger in Chicago etwas müde in den Flieger. Die unliebsame Begegnung mit dem großen Schweden bei der missglückten Saison-Generalprobe mit Manchester United zum Ende der USA-Reise dürfte dem DFB-Kapitän auf dem langen Weg zurück in seine neue Heimat ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet haben. Denn dabei wurde deutlich: Schweinsteiger ist neun Tage vor dem Start der Premier League ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt, dem ehemaligen Münchner droht am 8. August gegen Tottenham Hotspur die Bank.

Entsprechend hart waren die Urteile der englischen Presse, die Schweinsteiger nach der Landung in Manchester zu lesen bekam. Dem bald 31-Jährigen schien beim 0:2 (0:2) gegen Paris St. Germain mit dem tadelosen deutschen Torhüter Kevin Trapp „die Matchpraxis zu fehlen“, schrieb die Daily Mail. Exemplarisch dafür war die Szene vor dem 0:2 (34.), als er Torschütze Ibrahimovic ziehen ließ. Da sei Schweinsteiger „ins Schwimmen geraten“, hieß es weiter, seine Auswechslung zur Pause war deshalb „keine Überraschung“. Gegen die Spurs, bilanzierte die Daily Mail weiter, seien daher Schweinsteigers Konkurrenten Michael Carrick und Morgan Schneiderlin „sichere Starter“ auf der Doppel-Sechs. Auch die Manchester Evening News meinten, von diesem Trio werde gegen Tottenham Schweinsteiger „am wahrscheinlichsten“ auf der Bank sitzen, der Deutsche sei „nicht 100-pozentig auf der Höhe“. Ähnlich klang das Urteil des Mirror: Schweinsteiger, der zur Pause für Schneiderlin raus musste, habe deutlich bewiesen, „dass er noch nicht bereit ist“ und „noch ein paar Wochen“ brauche, um die für die Premier League erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen. Sein Verhalten beim 0:2 sei „alarmierend“ gewesen.

Bei Teammanager Louis van Gaal dürfte dieses Alarmsignal angekommen sein. Der Niederländer hatte zuvor noch betont, Schweinsteiger müsse ihn noch überzeugen - das aber tat der Nationalspieler, der zuletzt leichte Knieprobleme hatte, gegen Paris nicht. Van Gaal äußerte sich danach nicht zu Schweinsteiger. Insgesamt war er trotz der ersten Niederlage in der Vorbereitung „recht zufrieden. Wir können uns weiter verbessern, aber wir können sehr glücklich sein mit dem Geist, der in der Mannschaft herrscht.“ Er blicke dem Saisonstart „sehr zuversichtlich“ entgegen. Ob das auch für Schweinsteiger gilt? Dessen körperlicher Rückstand ist nicht das einzige Problem für van Gaal. Beim 0:1 durch Blaise Matuidi (25.) sah Torhüter David De Gea nicht gut aus. Die Situation um den Keeper, den es zu Real Madrid zieht, sei „unvorteilhaft für alle“, meinte van Gaal. Zudem harmonierte Sturmspitze Wayne Rooney noch nicht mit Zulieferer Memphis Depay - kein Wunder, dass van Gaal fieberhaft nach einem weiteren Angreifer fahndet. Auch, weil der Transfer von Angel Di Maria nach Paris kurz vor dem Abschluss steht.

sid

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