Manipulations-Skandal

Ex-Juve-Manager Moggi: Haftstrafe aufgehoben

+
Ex-Juve-Manager Luciano Moggi war ursprünglich zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.

Rom - Die Haftstrafe gegen den früheren Sportdirektor von Juventus Turin, Luciano Moggi, wegen seiner Verwicklung in den Fußball-Wettskandal ist aufgehoben worden.

Die Vorwürfe seien bereits verjährt, entschied Italiens höchstes Gericht nach stundenlanger Beratung am späten Montagabend in Rom. Moggi war als zentrale Figur des Manipulationsskandals von 2006 in erster Instanz zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Ende 2013 war die Haftstrafe in zweiter Instanz auf zwei Jahre und vier Monate verkürzt worden.

Die Gerichte hatten den früheren Manager des Rekordmeisters der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen. Moggi war auch Sportbetrug vorgeworfen worden. Von den 37 Angeklagten in dem Prozess wurde nur Ex-Schiedsrichter Msssimo de Santis zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Damit ist die juristische Aufarbeitung des Calciopoli-Skandals nach neun Jahren abgeschlossen. Die Enthüllungen hatten den italienischen Fußball 2006 in eine schwere Krise gestürzt. Moggi war vorgeworfen worden, Schiedsrichter beeinflusst und Spiele zugunsten von Juve manipuliert zu haben. Unabhängig von dem Prozess war der 77-Jährige zu einem lebenslangen Berufsverbot im Fußball verurteilt worden, Turin wurden die Meistertitel aus den Jahren 2005 und 2006 aberkannt.

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

„Welche Ehre“: Ronaldo zum vierten Mal Weltfußballer - Neid gekürt
„Welche Ehre“: Ronaldo zum vierten Mal Weltfußballer - Neid gekürt
Sammer über Rücktritt: „Wusste schnell, was ich nicht mehr will“
Sammer über Rücktritt: „Wusste schnell, was ich nicht mehr will“
Hoeneß berichtet erschütternde Details aus seiner Knast-Zeit
Hoeneß berichtet erschütternde Details aus seiner Knast-Zeit
Verzweifelter Aufruf: HSV sucht via Twitter vermissten Manager
Verzweifelter Aufruf: HSV sucht via Twitter vermissten Manager
Sammer froh über Trennung - Spitze gegen Hoeneß
Sammer froh über Trennung - Spitze gegen Hoeneß