Seitenhieb gegen Joachim Löw

Kirchhoff: „Sind wegen Guardiola und Klopp Weltmeister geworden“

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Jan Kirchhoff im Trikot des FC Sunderland (r.) gegen Marc Albrighton von Leicester City.

München - Der langjährige Bundesliga-Profi Jan Kirchhoff hat in einem bemerkenswerten englischen Zeitungs-Interview in den höchsten Tönen von Pep Guardiola und Jürgen Klopp geschwärmt - und einen Seitenhieb auf Bundestrainer Joachim Löw verteilt.

„Ich denke nicht, dass wir wegen unserem unglaublichen Bundestrainer Weltmeister geworden sind. Ich denke, wir wurden es wegen Guardiola und Klopp“, sagte der 25-Jährige Jan Kirchhoff in einem Interview mit dem Guardian: „Die talentierten Spieler haben all das, was sie von ihren Vereinstrainern gelernt haben, in die Nationalmannschaft eingebracht.“

"Pep ist der beste Trainer der Welt"

Allerhöchste Anerkennung zollte der frühere Schalker und Münchner Bayern-Coach Guardiola, der im Sommer zu Manchester City wechseln wird. „Er wird ohne Probleme den Meistertitel gewinnen und die Liga verändern, wie man es noch nie zuvor gesehen hat“, äußerte der Defensivspieler des FC Sunderland: „Er wird eines der größtes Teams aufbauen, das man je gesehen. Man wird eine ganz andere Art von Fußball sehen.“ 

Dies sei der Effekt, den man in Deutschland erlebt habe: „Wir hatten eine Menge junger, talentierte Spieler in den besten Mannschaften. Und die hatten wirklich gute Trainer: Jürgen Klopp in Dortmund und Pep Guardiola bei Bayern München. Deshalb ist das Nationalteam regelrecht explodiert.“ 

Wie sehr Englands Auswahlmannschaft vom Einfluss der beiden profitiert, hänge davon ab, „wie viele englische Spieler Guardiola bei City haben wird. Wenn er viele Engländer hat, wird sich England sehr verbessern“. Über seinen Klubcoach Sam Allardyce sagte Kirchhoff: „Pep ist der beste Trainer der Welt, deshalb kann ich das über Sam nicht auch noch sagen. Aber er ist auch gut.“ 

Endlich "wirklich glücklich"

Seinen Wechsel nach England bezeichnete Kirchhoff derweil als „besten Schritt meines Lebens. Wir alle suchen nach Glück, und hier bin ich wirklich glücklich. Fußball ist mehr als nur Erfolg“. Er habe den „Kopf frei bekommen“, sagte er: „Vorher war ich, vor allem auf Schalke, wirklich unglücklich und habe mich überhaupt nicht wohl gefühlt. Schalke war eine schlechte Zeit - und als ich nach München zurückkam, war ich nur verletzt und in der Reha.“

sid

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