Historische Chance für Albanien nach 1:0 gegen Rumänien

Armando Sadiku erzielt per Kopf den ersten Treffer für Albanien bei einer EM. Foto: Sergey Dolzhenko
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Armando Sadiku erzielt per Kopf den ersten Treffer für Albanien bei einer EM. Foto: Sergey Dolzhenko
Sadikus Jubelarie nach seinem Tor. Foto: Mast Irham
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Sadikus Jubelarie nach seinem Tor. Foto: Mast Irham
Emotionen pur nach den ersten EM-Treffer für Albanien. Foto: Mast Irham
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Emotionen pur nach den ersten EM-Treffer für Albanien. Foto: Mast Irham
Torschütze Sadiku (l) wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Foto: Uwe Anspach
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Torschütze Sadiku (l) wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Foto: Uwe Anspach
Albaniens Ansi Agolli in Aktion. Foto: Yuri Kochetkov
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Albaniens Ansi Agolli in Aktion. Foto: Yuri Kochetkov
Albaniens Amir Abrashi (l) blockt den Schuss des Rumänen Alexandru Matel. Foto: Mast Irham
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Albaniens Amir Abrashi (l) blockt den Schuss des Rumänen Alexandru Matel. Foto: Mast Irham
Rumäniens Cristian Sapunaru nach einer vergebenen Chance. Foto: Mast Irham
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Rumäniens Cristian Sapunaru nach einer vergebenen Chance. Foto: Mast Irham

Lyon (dpa) - Außenseiter Albanien darf nach dem ersten EM-Sieg seiner Geschichte auf den Einzug ins Achtelfinale hoffen. Der Endrunden-Debütant gewann in der Gruppe A gegen Rumänien mit 1:0 (1:0) und kann mit drei Punkten als einer der vier besten Gruppendritten in die nächste Runde vorstoßen.

In einem packenden Vorrundenfinale gewann der Turnier-Neuling mit dem Kölner Bundesligaprofi Mergim Mavraj vor 49 752 Zuschauern in Lyon durch den historischen Treffer von Mittelstürmer Armando Sadiku in der 43. Minute. Die albanischen Fans feierten den Erfolg wie einen Turniersieg. Für Rumänien ist die EM als Gruppenvierter mit nur einem Punkt beendet.

Nun muss das albanische Team des italienischen Trainers Gianni De Biasi in den kommenden Tagen die letzten Spiele der anderen Staffeln abwarten, um Gewissheit über einen möglichen Einzug in die Runde der letzten 16 Teams zu bekommen.

Die Rumänen, die zuletzt bei der EM 2000 die Gruppenphase überstanden, unterstrichen zunächst ihre Favoritenrolle und setzten den EM-Debütanten von Beginn an unter Druck. Trainer Anghel Iordanescu, der sein Team auf gleich fünf Positionen veränderte, hatte sich zuvor noch über die Verlegung des Abschlusstrainings außerhalb des Stade Lyons beschwert. "Das hat uns in Schwierigkeiten gebracht", sagte der Coach.

Seinem Team war das in der Anfangsphase nicht anzumerken. Die Mannschaft trat sehr aggressiv und mit großer Laufbereitschaft an. Der zuvor mit jeweils einem Treffer in den Gruppenspielen erfolgreiche Bogdan Stancu hatte mit einem Volleyschuss (8.) die erste große Chance, Denis Alibec versuchte es ebenfalls aus der Distanz (14.) und scheiterte.

Die Albaner, die zunächst überraschend auf ihren etatmäßigen und erst spät eingewechselten Kapitän Lorik Cana verzichteten, kamen erst allmählich in Schwung. Ermir Lenjani auf der linken Seite und der Freiburger Amir Abrashi in der Zentrale sorgten für Gefahr und erste Torgelegenheiten.

Kurz vor der Pause krönte Mittelstürmer Sadiku mit einem sehenswerten Kopfball nach Flanke von Ledian Memushaj die Bemühungen des Außenseiters mit dem Führungstor. Schon zuvor hatte die Mannschaft ihre Offensivstärke angedeutet.

Der erste Treffer bei einer EM-Endrunde löste große Jubelstürmer auf dem Rasen und auch im Fanblock aus. Die große Anhängerschar der Albaner zündete dabei auch Feuerwerkskörper.

Nach dem Rückstand erhöhten die Rumänen zwar den Druck, die besseren Chancen erarbeitete sich aber zuvor der Außenseiter. Torschütze Sadiku vom FC Vaduz aus Liechtenstein verdribbelte sich bei einem Konter am rumänischen Strafraum (50.). Memushaj vergab in der 70. Minute noch eine gute Möglichkeit. In der Schlussphase retteten die Albaner mit viel Glück und Einsatz gegen anrennende Rumänen den Sieg. Florin Andone traf mit einem Rechtsschuss nur die Querlatte (76.).

Teamprofil Rumänien

Teamprofil Albanien

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