Bundesliga-Topspiel

S04 fürchtet Fehlstart gegen aufgepeppte Bayern

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Manuel Neuer (M.) hat eine gute Bilanz gegen seinen Ex-Klub.

Gelsenkirchen - Wiedersehen macht Freude, zumindest Manuel Neuer. Als Torwart des FC Bayern hat er eine Super-Bilanz gegen seinen Ex-Klub Schalke 04. Im Blickpunkt stehen könnten im Top-Spiel aber die neuen Bayern-Asse.

Auf Schalke herrscht schon wieder mächtig Unruhe - und jetzt kommt auch noch der mit neuen Millionenstars aufgepeppte Angstgegner Bayern München. Beim Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) in der Veltins-Arena sollen der am Freitag von Real Madrid verpflichtete Champions-League-Sieger Xabi Alonso sowie der neue Abwehrrecke Mehdi Benatia vom AS Rom auf Anhieb das Trikot des deutschen Meisters überstreifen. Womöglich werden sie nicht nur auf der Bank sitzen, sondern auch gleich zu ihren Bundesliga-Debüts kommen. „Beide sind fit, beide kommen mit. Ob sie spielen, weiß ich noch nicht“, sagte Trainer Pep Guardiola am Freitag in München.

Der Spanier ist für seine öffentlichen Verwirrspiele und personellen Überraschungs-Coups bekannt. Zum Ligastart gegen den VfL Wolfsburg stellte er etwa Arjen Robben trotz Trainingsdefiziten unerwartet in die Startelf - und der WM-Star trumpfte prompt als Torschütze und kaum zu stoppender Wirbelwind auf. Gegen Schalke ist der Einsatz des Holländers wegen einer Prellung am Sprunggelenk jedoch ungewiss. „Er hat die ganze Woche nicht trainiert“, berichtete Guardiola.

Guardiola: "Schalke ist immer schwer zu spielen"

Die personellen Möglichkeiten des Titelverteidigers haben sich dennoch mit den Neuzugängen schlagartig verbessert. Zudem steht Weltmeister Jérome Boateng nach verbüßter Rotsperre wieder zur Verfügung. Auf seinen Halbbruder Kevin-Prince Boateng wird der Nationalspieler aber nicht treffen, der Schalke-Profi muss wegen einer Sprunggelenksverletzung pausieren. Die Bayern stellen sich auf ein hartes Stück Arbeit ein, auch wenn in Gelsenkirchen nach den 1:2-Pleiten im Pokal in Dresden und zum Ligastart in Hannover bereits die Angst vor dem Total-Fehlstart umgeht. Guardiola wiegelte jedoch ab: „Die Leute sagen, oh, oh Schalke. Aber die Schalker haben sehr, sehr gute Spieler. Und in Schalke ist es immer schwer zu spielen.“

Die letzten sieben Punktspiele gegen die Königsblauen haben die Bayern allerdings allesamt gewonnen, davon drei auswärts. Nationaltorhüter Manuel Neuer hat seit seinem Wechsel nach München 2011 sogar noch nicht einmal ein Gegentor eines Schalker Spielers hinnehmen müssen. Sechs Siege, 19:1 Treffer lautet Neuers Bilanz - und das Gegentor fiel auch noch durch ein Eigentor des Ex-Schalkers Rafinha.

Weltmeister Benedikt Höwedes sagte vor der Rückkehr seines Kumpels nach Schalke: „Das Verhältnis von Manu zu den Schalker Fans ist immer noch ein bisschen angeknackst. Wie es am Samstag aussehen wird, kann ich nicht beurteilen.“ Dass Neuer noch die Niederlage bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres gegen den Portugiesen Cristiano Ronaldo negativ nachhängen könnte, erscheint unwahrscheinlich. Guardiola hatte den am Donnerstagabend geschlagenen Neuer und Robben vor der Reise nach Monaco geraten: „Hinfliegen und denken, wir können eh' nicht gewinnen.“ Das würde die Enttäuschung in Grenzen halten.

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Vielleicht sollten auch die Schalker und ihr schon wieder arg in der Kritik stehender Trainer einfach Mut aus der Situation schöpfen, dass ohnehin kaum einer auf sie setzt. Kapitän Höwedes beschwor die Außenseiterchance: „Bei den Bayern ist mit Sicherheit auch noch nicht jeder Spieler bei hundert Prozent. Die Weltmeister haben alle noch Trainingsrückstand.“ Mit Einsatzwillen müsse man die größere individuelle Qualität des deutschen Meisters wettmachen.

Die schon wieder eröffnete Diskussion um Trainer Keller und die vielfältigen Personalprobleme machen die Aufgabe für Schalke nicht leichter. Keller ließ am Donnerstag und beim Abschlusstraining am Freitag geheim üben. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar soll immerhin spielen können. Egal, in welcher Formation Keller das Heimteam auf den Rasen schicken kann, Weltmeister Julian Draxler fordert: „Wir müssen uns jetzt zusammenreißen und den Negativtrend stoppen.“

dpa

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