Weitere Personalsorgen bei Bayern

Pep zu Müller-Wohlfahrt: "Das war seine Entscheidung"

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Pep Guardiola steht beim FC Bayern gehörig unter Druck.

München - Die Pressekonferenz von Pep Guardiola ist vom Rücktritt des Vereinsarztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt überrascht worden. Den Trainer plagen vor 1899 Hoffenheim Personalprobleme.

Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola hat den Rücktritt von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt als persönlichen Entschluss gewertet. „Es war seine Entscheidung“, sagte der Coach des Bundesligisten am Freitag. „Ich habe großen Respekt, ich kann diese Entscheidung nur respektieren“, kommentierte er weiter. Weitere Details zu der überraschenden Trennung wollten die Münchner bei ihrer Spieltags-Pressekonferenz einen Tag vor der Partie bei 1899 Hoffenheim zunächst nicht nennen. Zuletzt war mehrfach über Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Trainer und dem Mediziner. 

Außerdem hat er Bayern München angesichts der jüngsten Turbulenzen rund um den Rekordmeister erneut die Treue geschworen. „Ich bin sehr zufrieden hier mit diesen Spielern und will mehr denn je kämpfen - und natürlich: Ich will nächstes Jahr hier bleiben“, sagte Guardiola am Freitag in München.

Der Spanier (44) war gefragt worden, ob der überraschende Abschied des langjährigen Mannschaftsarztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auch seine Zukunft in Frage stelle. Guardiola hat bei den Bayern noch einen Vertrag bis 2016.

Bayern plagen personelle Probleme

Müller-Wohlfahrt hatte seinen Abschied am Donnerstagabend per Presseerklärung bekannt gegeben. Als Grund nannte der 72-Jährige Differenzen mit dem Klub. Er könne nicht akzeptieren, teilte Müller-Wohlfahrt mit, dass er und sein Stab für die 1:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Porto am Mittwoch verantwortlich gemacht worden seien.

Die personellen Probleme werden indes immer dramatischer. Im Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei 1899 Hoffenheim muss der Rekordmeister nun auch noch auf Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm verzichten. Der Mittelfeldspieler leidet an einer Magen-Darm-Infektion.

Neben Lahm fehlen Arjen Robben, Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger, David Alaba, Medhi Benatia und Javi Martinez wegen verschiedener Verletzungen. Mario Götze und Xabi Alonso, die sich beim 1:3 der Münchner im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Porto am vergangenen Mittwoch kleinere Blessuren zugezogen hatten, sind in Hoffenheim laut Trainer Pep Guardiola dabei.

sid/dpa

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