"Gegen Fremdenhass"

Nationalteam setzt Zeichen für Flüchtlinge

Frankfurt/Main - Die deutschen Fußball-Weltmeister setzen ein Zeichen der Solidarität für die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen.

Fußball-Weltmeister Deutschland hat in der aktuellen Diskussion um Flüchtlinge ein deutliches Zeichen gesetzt und sich für die Unterstützung der Hilfsbedürftigen stark gemacht. In einem auf den DFB-Kanälen veröffentlichen Video verurteilen Kapitän Bastian Schweinsteiger und Co. Gewalt und Fremdenhass. Außerdem präsentieren sich die Profis mit Plakaten, auf denen für Hilfsbereitschaft, Respekt, Integration, Weltoffenheit und Fairplay geworben wird.

„Natürlich beschäftigen wir uns mit diesem Thema. Deshalb war es uns wichtig, ein Zeichen zu setzen“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Thomas Müller betonte, dass man sich diesem Thema nicht verschließen dürfe und eine Lösung finden müsse, „die für alle gut ist. Erstmal ist es unsere Pflicht, Menschen zu helfen“. Toni Kroos ergänzte: „Das ist unsere Pflicht, so etwas zu machen. Wir sind gegen Gewalt und Fremdenhass. Meine Einstellung ist, dass Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt helfen muss.“

Auch Ilkay Gündogan unterstützt diese Aktion nach den Vorfällen der vergangenen Tage aus ganzem Herzen. „Das ist unfassbar. Unfassbar traurig auch. Das geht an einem nicht spurlos vorbei. Wenn man sich das vorstellt: 70 Menschen, die in einem Lkw ersticken - das ist so brutal. Ich hoffe, dass die Leute, die dafür verantwortlich waren, gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte der Dortmunder im Interview mit der Mainpost und ergänzte: „Ich habe Vertrauen darin, dass die Politiker die richtigen Entscheidungen treffen werden, und ich hoffe einfach, dass jeder Mensch, egal welcher Herkunft, hier eine faire Chance bekommt.“

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte bereits zuvor bekannt gegeben, dass er sich als Verband ebenfalls für die Integration von Flüchtlingen einsetzt und mit einer besonderen Aktion auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam macht. Eine DFB-Delegation mit Präsident Wolfgang Niersbach an der Spitze wird am 9. September (Mittwoch) eine Unterkunft der christlichen Flüchtlingshilfe im Frankfurter Vorort Egelsbach besuchen. Danach trifft die DFB-Betriebsmannschaft auf die „Refugees United“, eine Flüchtlingsmannschaft der SG Egelsbach.

Der DFB will sich mit dem Besuch bei der SG stellvertretend bei den Vereinen in Deutschland bedanken, die Flüchtlingen Fußball-Angebote machen. Zudem soll die Aktion „1:0 für ein Willkommen“ unterstützt werden.

sid

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