"Holger ist wieder soweit"

Ewiger Rückkehrer Badstuber: Comeback bei Löw?

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Holger Bastuber bei der DFB-Elf - bald könnte es wieder so sein.

München - Nach seinem erneuten Comeback steht Bayern-Profi Holger Badstuber abermals vor einer Rückkehr - in die deutsche Nationalmannschaft.

Dass es im Sport manchmal ganz schnell geht, ist eine Weisheit, mit der Holger Badstuber nicht allzu viel anfangen kann. Kein Wunder: Nach vier Knie-Operationen dauerte es 624 quälend lange Tage, ehe er wieder Fußball spielen konnte. Und nach einer neuerlichen Verletzung pausierte er zuletzt stolze 154 Tage. Dennoch: Vor dem Spiel am Freitag gegen den 1. FC Köln wurde nur zwei Wochen nach Badstubers Rückkehr bereits über ein weiteres Comeback des Bayern-Profis diskutiert - im DFB-Dress.

„Holger ist wieder soweit. Wir haben jetzt wichtige Spiele mit Bayern - und dann könnte irgendwann mal wieder die Nationalmannschaft kommen“, sagte Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer nach dem 6:0 des Rekordmeisters am vergangenen Wochenende beim SC Paderborn. Badstuber hatte dabei Ansätze alter Klasse gezeigt. Neben starken Zweikampfwerten überzeugte der Linksfuß vor allem mit einer klugen Spieleröffnung - eine Qualität, die Bayern-Coach Pep Guardiola sehr an Badstuber schätzt.

„Es gibt sehr wenige Verteidiger mit diesen überragenden Qualitäten im Spielaufbau“, sagte Guardiola im Januar, und ergänzte augenzwinkernd: „Badstuber, I love you!“

Aus demselben Grund ist die Liebe von Bundestrainer Joachim Löw zu dem Abwehrspieler mit dem feinen Füßchen ähnlich innig. Es gilt als wahrscheinlich, dass Löw den 25-Jährigen für die Länderspiele am 25. März in Kaiserslautern gegen Australien und vier Tage darauf in Georgien (EM-Qualifikation) wieder in seinen Kader berufen wird. Badstuber sollte schon im vergangenen Spätsommer bei den ersten Spielen nach der WM dabei sein, „aber in den Gesprächen mit den Bayern wurde deutlich, dass er nach diesem ganzen Kraftakt muskulär schon am Limit war“, sagte Löw damals. Diese Einschätzung bestätigte sich, Badstuber zog sich Mitte September eine Muskelverletzung zu.

Doch der ewige Rückkehrer kämpfte sich erneut heran - und spielte am 14. Februar beim 8:0 der Bayern gegen den Hamburger SV erstmals wieder über die volle Distanz. Einem 20-minütigen Kurzeinsatz in der Champions League bei Schachtjor Donezk folgten weitere 90 Minuten in der Bundesliga in Paderborn. „Man merkt, dass er unserem Spiel gut tut“, sagte DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger danach über seinen Kumpel, den er für den „besten Abwehrspieler der Welt mit linkem Fuß“ hält.

Der Weg zurück zu Löw sei gleichwohl „noch weit“, meinte Badstuber. Seine lange Leidenszeit habe ihn gelehrt: „Nie zu früh zu viel.“ Und doch: Endlich wieder den Adler auf der Brust zu tragen, das sei „ein großes Ziel“.

Das letzte Mal stand Badstuber am 16. Oktober 2012 in Berlin beim inzwischen legendären 4:4 gegen Schweden für Deutschland auf dem Platz. Sollte er gegen Australien zurückkehren dürfen, hätte er eine verpasste WM und eine Pause von 890 Tagen hinter sich. Manchmal, das musste der geduldige Arbeiter Badstuber erkennen, dauert es eben einfach ein bisschen länger.

SID

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