Gastgeber waren stärker

Zu unerfahren: FCA verliert auch zweite EL-Partie

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Raul Bobadilla (l.) schoss zwar das 1:2, vergab aber auch sehr viele gute Möglichkeiten für den FCA.

Augsburg - Wieder war mehr drin: Der FC Augsburg schafft es nicht, sich von seiner Ergebniskrise zu befreien. Gegen Partizan Belgrad waren die Schwaben besser, verpassten es aber, die Tore zu machen.

Trotz haufenweise bester Chancen und einer halbstündigen Überzahl hat der FC Augsburg in der Europa League den nächsten Rückschlag kassiert. Die Schwaben verloren am Donnerstag daheim gegen Partizan Belgrad mit 1:3 (0:1) und stehen damit in ihrer ersten internationalen Saison vor dem frühen Aus. Zugleich verpasste es der FCA, Selbstvertrauen für die anstehende Partie der Fußball-Bundesliga in Leverkusen zu tanken. In der Liga sind die Augsburger derzeit nur Tabellen-16.

Gegen den serbischen Champion brachte sich die Truppe von Trainer Markus Weinzierl mal wieder mit einer eklatanten Abschlussschwäche um den Erfolg: Mehr als ein Tor von Raul Bobadilla (57.) sprang vor 22 948 Zuschauern nicht heraus, der Südamerikaner vergab gut ein halbes Dutzend Hochkaräter. Den Gästen genügten für den Doppelpack von Andrija Zivkovic (31./62.) und das Eigentor des Augsburgers Dong-won Ji (54.) im Prinzip eineinhalb Möglichkeiten - es war der erste Erfolg von Partizan im achten Europacup-Spiel auf deutschem Boden.

Mit weiterhin null Punkten in der Vorrundengruppe L haben die Augsburger, die auch aus dem Platzverweis für Aleksandar Subic nach Gelb-Rot (64.) kein Kapital schlagen konnten, nur noch geringe Chancen auf ein Überwintern in der Europa League.

Drei Tage vor dem Bundesliga-Gastspiel bei Bayer Leverkusen hatte sich der FCA mehr erhofft, ein Erfolgserlebnis sollte her. Immerhin die Fans präsentierten sich in Bestform. „Seht ihr diese Pracht - Augsburg ist erwacht!“, feierten sie mit einem Riesen-Banner die Europa-Cup-Premiere in der WWK-Arena.

Und so war das erste Europapokal-Heimspiel symptomatisch für die jüngsten Wochen des FCA: Die Elf von Trainer Markus Weinzierl agierte bemüht, mit Zug zum Tor und zeigte eine hohe Laufbereitschaft. Im Abschluss aber hapert es gewaltig. Wie zuletzt schon gegen Bilbao (1:3) und Hoffenheim (1:3) zeigte der Gegner eine hohe Effizienz.

Zum Seitenwechsel brachte Weinzierl Linksverteidiger Philipp Max für Markus Feulner und Alexander Esswein für Stürmer Tim Matavz - fast hätte sich der Doppel-Wechsel bezahlt gemacht: Eine Flanke von Max brachte Esswein aber auch kurzer Distanz nicht an Keeper Zivko Zivkovic vorbei. Wenige Augenblicke danach scheiterte zum wiederholten Mal Bobadilla, der im Strafraum zwei Gegenspieler austanzte, dann aber beim Abschluss patzen. Immerhin zeigte der Stürmer, dass er auch Tore schießen kann - sein neuntes Tor auf der europäischen Fußball-Bühne im 19. Spiel dürfte aber ein schwacher Trostgewesen sein.

dpa

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