Daniel Ginczek - offensiver Hoffnungsträger beim VfB

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Daniel Ginczek steht vor seinem siebten Einsatz in der Startelf des VfB Stuttgart. Foto: Daniel Naupold

Auf dem Papier hat der VfB Stuttgart einen gut besetzten Sturm. Mohammed Abdellaoue aber ist ein großes Missverständnis, Vedad Ibisevic längst nicht mehr der Torjäger von einst. Die offensiven Hoffnungen ruhen daher alle auf Daniel Ginczek.

Stuttgart (dpa) - Rechtzeitig zur heißen Phase im Abstiegskampf haben sich Daniel Ginczek und der VfB Stuttgart gefunden. Zum Stamm gehörte er nach seinem Kreuzbandriss lange nur im Rehazentrum, vor dem Duell mit Wolfsburg zweifelt aber kaum jemand am siebten Startelfeinsatz im VfB-Trikot.

"Er hat dafür gearbeitet. Er war sich nicht zu schade, in der 2. Mannschaft zu spielen", lobte Sportvorstand Robin Dutt den 23-Jährigen, dem beim 3:1 gegen Eintracht Frankfurt vor der Länderspielpause die beiden ersten Tore für das Liga-Schlusslicht gelangen.

In die Partie gegen den Tabellenzweiten geht der VfB am Samstag erst zum fünften Mal in dieser Saison mit dem Rückenwind eines erfolgreichen Spiels. Das weiß auch VfL-Trainer Dieter Hecking. "Nach dem Sieg gegen Frankfurt werden sie mit viel Selbstbewusstsein nach Wolfsburg kommen und wollen sich Luft verschaffen", erklärte er.

Für Stuttgarts Coach Huub Stevens ist das aber kein Grund zu übertriebener Zuversicht. "Das Spiel gegen Frankfurt haben wir gewonnen und drei Punkte eingefahren. Mehr aber auch nicht. Wir stehen immer noch da unten", betonte der Niederländer vor dem 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Weil seine Sturmkollegen Mohammed Abdellaoue und Vedad Ibisevic ihre einstigen Torjäger-Qualitäten schon lange nicht mehr abrufen können und sogar um ihren Platz im Kader kämpfen müssen, ruhen die offensiven Hoffnungen voll auf Ginzcek. Das Selbstvertrauen nach dem "Schlüsselerlebnis" (Dutt) gegen Frankfurt ist jedenfalls da. "Es ist doch klar, dass der Junge erleichtert ist, dass er endlich mal getroffen hat. Stürmer leben von den Toren", berichtete Stevens.

Noch bei seinem alten Verein riss sich Ginczek ein Kreuzband. Erst am zwölften Spieltag bekam er den ersten Einsatz in seinem neuen Team. Zwei Spieltage später verletzte sich Nationalspieler Antonio Rüdiger beim 0:4 gegen den FC Schalke 04 am Meniskus. Gegen Wolfsburg kehrt der Verteidiger womöglich in den Kader der Schwaben zurück. "Er hat keine Einschränkungen und hat die ganze Woche mit der Mannschaft trainiert", sagte Stevens. "Das gucken wir uns an, ob er in der U23 spielt oder ob er bei uns auf der Bank sitzt."

Wie gegen den VfL mit Kevin de Bruyne, Nationalspieler Andre Schürrle oder Torjäger Bas Dost gepunktet werden soll, verriet Stevens nicht, betonte aber: "Das Spiel fängt an mit 0:0. Wir müssen an unsere Stärke glauben. Das ist natürlich frech, sowas zu sagen, wenn man unten steht. Aber wir haben in bestimmten Spielen gute Phasen gezeigt. Das muss Vertrauen geben", meinte Stevens.

Dass der VfB Stuttgart nach 34 Spieltagen den zweiten Abstieg der Vereinsgeschichte doch noch verhindert haben wird, davon ist Ginczek überzeugt. "Wir werden uns zerreißen, und wir werden den Kampf annehmen. Bis zum letzten Spieltag werden wir alles für diesen Verein geben - am Ende wird es reichen und wir werden alle zusammen feiern", kündigte er an. Auch seine Tore könnten dabei ganz sicher helfen.

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