TV und Sponsoreneinahmen steigen

Champions-League: Mehr Geld für Spitzenvereine

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Karl-Heinz Rummenigge darf sich über mehr Einnahmen in der Champions-League freuen.

Genf - Europas Fußball-Spitzenteams dürfen sich auf noch mehr Geld durch TV- und Sponsorendeals freuen. Das überrascht selbst die Clubvereinigung um Bayern-Boss Rummenigge.

Die europäischen Fußball-Spitzenvereine dürfen sich auf deutlich mehr Einnahmen in der ohnehin schon lukrativen Champions League freuen. Wie die UEFA der Clubvereinigung ECA am Dienstag ankündigte, steigen die TV- und Sponsorengelder für die Spielzeiten von 2015 bis 2018 um 30 Prozent. „Europas Fußballfamilie ist stark, hält zusammen und ist glücklicherweise auch sehr wohlhabend“, sagte der ECA-Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München nach der Generalversammlung der Vereinigung, bei der zugleich auch Zweifel der Clubs mit Blick auf eine mögliche Winter-WM 2022 geäußert wurden.

Von der Verlegung der WM in Katar an Beginn oder Ende des Jahres ist die ECA nämlich noch nicht überzeugt. Die Vereinigung war über den Stand der Vorbereitungen in Kenntnis gesetzt worden. „Die Gründe müssen sehr stark sein, um die WM zu verschieben“, sagte ECA-Vizechef Umberto Gandini in Genf. „Wir brauchen mehr Informationen, um zu akzeptieren, dass der internationale Kalender unterbrochen wird.“

Sollte die Weltmeisterschaft wegen der extremen Hitze in Katar nicht wie üblich im Sommer, sondern entweder im Januar und Februar oder im November und Dezember 2022 ausgetragen werden, müssten auch die Spielpläne der nationalen Ligen und des Europapokals angepasst werden. „Jede Art von Verlegung muss sehr sorgfältig geplant sein, um niemandem zu schaden“, unterstrich Rummenigge. Mit einer schnellen Lösung sei nach Angaben des Weltverbands FIFA nicht zu rechnen.

Bis zu dem umstrittenen Turnier in der Wüste sind es noch acht Jahre - und in der Zeit können die europäischen Top-Vereine abkassieren. Momentan fließen jährlich 1,34 Milliarden Euro an TV- und Sponsorengeldern in die Champions League, künftig werden es noch mehr sein. „30 Prozent mehr auf so einem Level kann man fast nicht glauben“, meinte ECA-Generalsekretär Michele Centenaro. Die Einnahmen steigen vor allem durch einen neuen TV-Deal in Großbritannien.

Darüber hinaus kündigte Rummenigge an, auch die durch Verstöße gegen das Financial Fair Play zusammengekommenen Geldstrafen aus dem Vorjahr auf die Europapokal-Mannschaften aufteilen zu wollen. Dazu habe die ECA die UEFA aufgefordert. In der Saison 2013/14 erhob die UEFA Strafen in Höhe von 24 Millionen Euro - dieses Geld soll paritätisch an die Team der Champions League und Europa League aufgeteilt werden.

dpa

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